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Robert Kirkman

Robert Kirkman wurde am 30. November 1978 in Richmond, Kentucky, USA, geboren. Als Kind und Jugendlicher verschlang er alles, was er an Comics in die Finger bekam, und so beschloss Kirkman mit der Zeit, selbst Comic-Autor zu werden.

„Ich lese seit ich 13 bin Comics und liebe alle Marvel-Helden, also Spiderman, die Fantastischen Vier usw..
Aber „The Walking Dead“ ist eben meine eigene Erfindung, ich erzähle meine eigene Geschichte! Das übertrifft alles!“ (1)

2000 gründete Kirkman mit FUNK-O-TRON seinen eigenen Comic-Verlag, wo er als Chef des Kleinverlages u. a. seine selbst geschriebene dreizehnteilige Comic-Serie „BATTLE POPE“ herausbrachte, die er zusammen mit dem Zeichner Tony Moore entwickelt hatte, den er als Zwölfjähriger im Geschichtsunterricht der siebten Klasse kennengelernt hatte.

Nach dem gemeinsamen Schulabschluss sahen sich die beiden einige Zeit lang nicht, bis Kirkman Moore während seines ersten Jahres am College anrief, um gemeinsam mit ihm ein Comic zu entwickeln. Aus diesem geplanten Projekt wurde schließlich die Serie „BATTLE POPE“, die die Abenteuer von Pope Oswald Leopold II. beschreibt.

2002 bot der Comic-Verlag IMAGE Robert Kirkman an, zusammen mit Corey Walker die Mini-Serie „SuperPatriot: America’s Fighting Force“ zu entwickeln. Nach „SuperPatriot“ folgte „Tech Jacket“ (2002-2003), in deren erste Ausgabe der jugendliche Held INVINCIBLE sein Debüt gab, der ab 2003 seine eigene Serie bei IMAGE bekam, dessen Autor Robert Kirkman wurde.

Die Serie „INVINCIBLE“ legte einen erfolgreichen Start hin und läuft bis heute erfolgreich bei IMAGE. Aus der Serie wurde 2008 zudem eine neunzehnteilige Zeichtrickfilm-Serie produziert.

Aufgrund seiner Arbeit bei IMAGE, stellte Kirkman seinen Kleinverlag ein, und machte daraus die Website „Studio Funk-O-Tron“.

2002 begann Robert Kirkman mit dem Konzept an seiner Comic-Serie „THE WALKING DEAD“, das er im Oktober 2002 fertigstellen konnte. Die Idee zur Serie entstammte aus Kirkmans Faible für Zombie-Filme, die er regelrecht verschlang.

„Ich habe mir diese Filme damals reingezogen, als ob es kein Morgen gäbe, und ich wollte immer wissen, wie es eigentlich nach dem Ende des Films weitergeht. Also kam mir die Idee, einen Comic zu machen, wie ein Zombiefilm sein würde – nur eben ohne jemals zu enden. Ich wollte die Zombie-Apokalypse erforschen, ohne mich dabei auf einen bestimmten Schluss festzulegen, und das bis zur letzten natürlichen Konsequenz durchziehen.“ (2)

Mit Hilfe seines Freundes, des Zeichners Tony Moore, der die ersten Seiten zeichnete, bewarb sich Kirkman mit seinem Entwurf im Dezember 2002 bei IMAGE, der noch unter dem Titel „NIGHT OF THE LIVING DEAD“ lief.

Dem Comic Verlag gefiel Kirkmans Konzept und akzeptierte es. Jim Valentino, der damalige Herausgeber von IMAGE, empfahl Kirkman jedoch, sich einen eigenen Titel für die Comic-Serie auszudenken, um sein Eigentum an der Serie zu wahren. So wurde aus dem Arbeitstitel „Night of the Living Dead“ der Serien-Titel „THE WALKING DEAD“.

„Ich weiß nicht, ob ich Jim Valentino je für seinen Vorschlag gedankt habe. Jedenfalls legte ich ihnen das Konzept für die Serie vor, und es wurde akzeptiert, von der Namensänderung mal abgesehen.“ (3)

Zwar wollte Kirkman seine Comic-Serie bereits im März 2003 starten, doch IMAGE entschied sich dafür, bis zum Oktober 2003 zu warten, um „THE WALKING DEAD“ passend zu Halloween in den Handel zu bringen.

Tony Moore zeichnete die ersten sechs Ausgaben der neuen Comic-Serie. Der Zeichner orientierte sich dabei an den heruntergekommenen Look der Kulissen aus George Romeros „Day of the Dead“ oder Lucio Fulcis „Zombie“.

Was die untoten Wesen selbst anbelangte, so mochte Tony Moore deren Aussehen aus Tom Savinis „Day of the Dead“ oder aus dem Remake von „Night of the Living Dead“.

Auch die Idee Fulcis bei den Zombies Käfer und Maden einzubeziehen, fand der Zeichner eine ausgezeichnete Idee und fügte sie dann auch in seinen Sachen ein.

Für die Darstellung der Zombies in „THE WALKING DEAD“ studierte Moore auf Fotos die verschiedenen Stadien der Verwesung von Leichen zeigten und sah sich viele Bilder von Tatorten und Autopsien an.

„Schließlich konnte ich sie aus einem objektiven und wissenschaftlichen Blickwinkel heraus betrachten und lernte, wie man grauenhafte, aber dennoch glaubhafte Zombies erschaffen kann, basierend auf realen anatomischen Studien.“ (4)

Tony Moore ging bei seinen Zombies aber noch etwas weiter. Er wollte keine ‚gewöhnlichen‘ Zombies zeichnen, sondern ihnen auch einen eigenen ‚Charakter‘ geben und damit aufzeigen, dass diese Wesen früher einmal ganz normale Menschen gewesen waren.

„Ich wollte nicht gewöhnliche Zombies zeichnen, wie ich sie in vielen anderen Comics gesehen hatte, sondern jedem Zombie das Gefühl einer echten Person zu verleihen, die früher einmal gelacht und geweint und ganz normal interagiert hat, genau wie jeder andere Mensch. So konnte ich den menschlichen Tauch der Serie visuell steigern.“ (5)

Aufgrund anderer Projekte, die er sich widmen wollte und musste, sowie zeitlicher Probleme, stieg Tony Moore nach der sechsten Nummer aus der Comic-Serie „THE WALKING DEAD“ aus, und wurde von dem Zeichner CHARLIE ADLARD abgelöst. Bis zur 24. Ausgabe fertigte Moore aber noch die Cover für die einzelnen Ausgaben der Comic-Serie an.

Seit dem Oktober 2003 erscheint die Comic-Serie “THE WALKING DEAD“ in monatlichen Einzelausgaben bei IMAGE.

Am 14. Mai 2004 wurde mit „DAYS GONE BYE“ der erste Sammelband der Comic-Serie, in dem die ersten sechs Ausgaben von “THE WALKING DEAD“ enthalten sind, veröffentlicht. Im Januar 2006 erschien dieser Sammelband unter dem Titel “GUTE ALTE ZEITEN“ als deutsche Hardcover-Ausgabe bei Cross Cult.

Am 3. Mai 2017 wird die 167. Ausgabe der Comic-Serie “THE WALKING DEAD” in den USA erscheinen.

Am 12. April 2017 veröffentlicht der Verlag CROSS CULT mit “DER KRIEG DER FLÜSTERER” den 27. Sammelband der Comic-Serie, indem die Ausgaben 157-162 von “THE WALKING DEAD” enthalten sind.

Einiges hat sich mit den Jahren in der Comic-Serie verändert. So verlor die Hauptfigur Rick Grimes eine Hand. Zudem haben neben Rick und Carl nur wenige der ursprünglichen Figuren der Comic-Serie den harten Kampf in der von Zombies verseuchten Welt überlebt.

„Meine Regel, wenn es darum geht, Figuren sterben zu lassen, ist, nicht darüber nachzudenken. Wenn ich eine Figur behalten würde, weil es für die Geschichte gut wäre, dann käme mir das wie Mogeln vor. So läuft das nicht mit dem Tod. Der Tod kommt schnell und plötzlich und ist eine Zäsur. Daran versuche ich mich zu orientieren. In neun von zehn Fällen weiß ich viele Ausgaben vorher, wann jemand sterben wird.
Sobald mir ein guter Grund einfällt, eine Figur sterben zu lassen, ist das für mich abgehakt … aus, Ende, derjenige stirbt.“ (6)

Doch im Verlauf von „THE WALKING DEAD“ hat sich gezeigt, dass Gefahren nicht allein von den Zombies ausgehen, sondern vor allem von anderen Menschen, wie z. B. dem GOUVERNEUR oder NEGAN, die sich nicht scheuen, selbst in einer zombieverseuchten Welt, Ihresgleichen zu töten.

„Die Zombies sind in ihrer Verhaltensweise ja recht limitiert. Man kann lernen, ihnen auszuweichen. Ich wusste immer, dass ich an einen Punkt kommen wollte, an dem die Leute wissen, wie sie mit ihnen umzugehen haben. Sie sind nach wie vor eine Gefahr, aber die Figuren sind nun auf sie vorbereitet.“ (7)

Manchmal wird Kirkman auch darauf angesprochen, ob er sich für seine Comic-Serie nicht am Film „28 Days Later“ orientiert habe. Doch beide Werke scheinen unabhängig voneinander entstanden zu sein.

„Der Film und die Comics wurden zur gleichen Zeit unabhängig voneinander produziert! Ich werde oft darauf angesprochen, ob ich mir davon etwas abgeguckt habe, gerade weil beide Werke damit beginnen, dass ein Mann in einem Krankenhaus erwacht und alle um ihn herum Zombies sind. Aber ich hatte die Idee auch selber!“ (8)

Neben seiner Arbeit bei IMAGE und seiner Arbeit an seiner Comic-Serie „THE WALKING DEAD“, übernahm Robert Kirkman 2004 eine Stelle als freischaffender Autor bei MARVEL COMICS. 2010 beendete er diese Mitarbeit aber wieder, nachdem ihm IMAGE eine vollwertige Partnerschaft angeboten hatte.

Als im Jahr 2010 Frank Darabont auf ihn zukam und ihm seine Idee unterbreitete, aus der Comic-Serie “THE WALKING DEAD” eine eigenständige TV-Serie für FOX zu entwickeln, war Kirkman sofort Feuer und Flamme.

Neben seiner Beratertätigkeit, ist Robert Kirkman nicht nur einer der ausführenden Produzenten der TV-Serie, sondern schrieb auch einige Drehbücher zu “THE WALKING DEAD”. Darunter zur Folge “VATOS“, der vierten Episode der ersten Staffel. Hinzu kamen Drehbuchbücher zu Folgen der zweiten, dritten, vierten und fünften Staffel der TV-Serie.

Zusammen mit Dave Erickson schuf Kirkman für den Sender FOX die TV-Serie “FEAR THE WALKING DEAD”, ein Prequel zu der Originalserie, die vor den Ereignissen von “THE WALKING DEAD” spielt.
Neben seiner Tätigkeit als ausführender Produzent, schrieb er zusammen mit Dave Erickson auch die Drehbücher zu der ersten und der sechsten Episode der ersten Staffel von “FEAR THE WALKING DEAD”, von der bereits eine zweite Staffel gedreht wurde.

2010 gründete Robert Kirkman zusammen mit David Alpert die Firma SKYBOUND ENTERTAINMENT, die 2015 mit dem SF-Thriller “AIR” (mit Norman Reedus und Djimon Hounsou in den Hauptrollen) ihren ersten Film produzierte.

Zudem produzierte Skybound Entertainment zusammen mit den Sender Fox International Studios auch die TV-Serie “OUTCAST”, die auf Kirkmans gleichnamigen Comic-Serie basiert, die im Juni 2014 bei IMAGE gestartet wurde.

Die TV-Serie wird in den USA von Cinemax ausgestrahlt. Nachdem die zehnteilige erste Staffel von “OUTCAST” erfolgreich im US-Fernsehen lief, wird die zweite Staffel der TV-Serie voraussichtlich im April 2017 an den Start gehen.

 (1) Robert Kirkman
 (2) Robert Kirkman
 (3) Robert Kirkman
 (4) Tony Moore
 (5) Tony Moore
 (6) Robert Kirkman
 (7) Robert Kirkman
 (8) Robert Kirkman
Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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