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Robert E. Howard – Teil 9

Neben seinen Abenteuer-, Fantasy- und Horrorgeschichten schrieb Robert E. Howard auch Westernerzählungen, von denen einige ab Mitte der 1930er veröffentlicht wurden.

Eastwood-Poncho und finsterer Cowboy-Blick: Robert E. Howard in einem seiner Elemente

Eastwood-Poncho und finsterer Cowboy-Blick: Robert E. Howard in einem seiner Elemente

Robert Howards erste Westerngeschichte war die Erzählung BILL SMALLEY AND THE POWER OF THE HUMAN EYES, die er in WESTERN STORY veröffentlichte.
Erst 1928 folgte mit DRUMS OF THE SUNSET, die vom November 1928 bis Januar 1929 in der lokalen Zeitung “The Cross Plains Review” erschien, seine zweite Westernerzählung. Howard änderte später den Titel der Geschichte in RIDERS OF THE SUNSET um.

Zwei weitere Western-Stories, THE EXTERMINATION OF YELLOW DONORY und THE JUDGEMENT OF THE DESERT, die er im Jahre 1929 geschrieben hatte, fanden dagegen keinen Abnehmer.

1933 schrieb Howard mit THE DEVILS JOKER und KNIFE, BULLET AND NOOSE, zwei Erzählungen um SONORA KID alias Steven Allison, die er seinem neuen Agenten Otis Adelbert Kline schickte, die aber ebenfalls keinen Abnehmer fanden.

„Howard had a particular fascination with outlaws, notably John Wesley Hardin and Billy the Kid, and most of his heroes have more than a little outlaw in their nature.“ (Rusty Burke)

aasonoraDie übrigen Western-Erzählungen mit SONORA KID

BROTHERLY ADVICE
DESERT RENDEZVOUS
RED CURLS AND BOBBED HAIR
THE SONORA KID-COWHEAD
THE SONORA KID’S WINNING HAND
THE WEST TEXAS

sowie sechs Story-Fragmente erschienen erst im Juni 1988 in der Kurzgeschichten-Sammlung THE SONORA KID.

Erst 1934 gelang Robert E. Howard mit seiner BRECKINRDIGE ELKINS-Erzählung MOUNTAIN MAN, die im März/April in ACTION STORIES veröffentlicht wurde, im Western-Genre Fuß zu fassen.

„If I get a series running in Argosy, keep the Elkins serie running in Action Stories, now a monthly, and the Buckner J. Grimes yarn in Cowboy Stories, I’feel justified in devoting practically all my time to the writing of western stories.” (Robert E. Howard)

Danach folgten mit THE GUNS OF THE MOUNTAIN (Mai-Juni 1934), THE SCALP HUNTER (August 1934), A GENT FROM BEAR CREEK (Oktober 1934) und THE ROAD TO BEAR CREEK im Dezember 1934, noch vier weitere Elkins-Geschichten in ACTION STORIES, die sehr gut bei den Lesern des Pulp-Magazins ankamen.
Von der Kurzgeschichte A GENT FROM BEAR CREEK existiert auch noch ein längere Version, eine Novelle selben Namens, die aber erst 1937 veröffentlicht wurde.

1935 erschienen aufgrund des großen Erfolges mit THE HAUNTED MOUNTAIN (Februar), WAR ON BEAR CREEK (April), THE FEUD BUSTER (Juni), THE CUPID FROM BEAR CREEK (August) sowie THE RIOT AT COUGAR PAW (Oktober) und THE APACHE MOUNTAIN WAR im Dezember sowie 1936 mit PILGRIM TO THE PECOS (Februar), PISTOL POLITICS (April) und EVIL DEEDS AT RED COUGAR (Juni) weitere Elkins-Erzählungen in ACTION STORIES.

“I’m seriouslay contemplating devoting all my time and efforts to western writing, abandoning all other forms of works entirely; the older I get the more my thoughts and interests are drawn back over the trails of the past; so much has been written, but there is so much that should be written.” (Robert E. Howard)

aagentNach Howards Tod wurden im Januar 1937 mit A GENT FROM BEAR CREEK die erste Kurzgeschichtensammlung mit den Breckenridge Elkins-Erzählungen

EDUCATE OR BUST
MEET CAPT’N KID
STRIPED SHIRTS AND BUSTED HEARTS
WHEN BEAR CREEK CAME TO CHAWED EAR

veröffentlicht. Dreißig Jahre später erschien im September 1967 mit MAYHEM AND TEXAS in “Summit Country Journal” eine weitere Breckenridge Elkins-Story

Einige Monate vor Robert E. Howards Tod erblickte mit WILD BILL CLANTON ein weiterer von Howards Westernhelden das Licht der Literaturwelt. SHE DEVIL, die erste Story um Clanton, wurde im April 1936 in SPICY-ADVENTURE STORIES veröffentlicht.
Eine weitere Western-Geschichte, DESERT BLOOD, erschien im Monat von Howards Tode.

Drei weitere

THE DRAGON OF KAO TSU (September 1936),
THE PURPLE HEART OF ERLIK (November 1936)
MURDERER’S GROG (Januar 1937)

wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht. Im Januar 1984 erschien in der Kurzgeschichten-Sammlung THE SHE DEVIL die bisher unveröffentlichte Wild Bill Clanton-Story SHIP IN MUTINY.

Auch erst nach Robert E. Howards Tod wurden die Geschichten um PIKE BEARFIELD veröffentlicht.
Im Magazin ARGOSY erschienen drei Abenteuer mit dem Westernhelden: A GENT FROM PECOS (3. Oktober 1936), GENTS ON THE LYNCH (17. Oktober 1936) sowie THE RIOT AT BUCKSNORT am 31. Oktober 1936.

1983 wurde in der Kurzgeschichten-Sammlung BRAN MAK MORN: A PLAY AND OTHERS die bis dato unveröffentlichte Bearfield-Story THE DIABOLOS TRAIL veröffentlicht.

Noch im Juni 1936 wurde die Story MAN-EATING JEOPARD mit BUCKNER J. GRIMES in COWBOY STORIES veröffentlicht.
Im Juli 1937 erschien KNIFE RIVER PRODIGAL, gefolgt von der dritten und letztem Western-Story mit Buckner J. Grimes, TEXAS JOHN ALDEN, die im Mai 1944 in MASK RIDER WESTERN veröffentlicht wurde.

BOOT–HILL PAYOFF, eine Westergeschichte ohne Heldenzugehörigkeit, wurde im Oktober 1935 in WESTERN ACES veröffentlich. Eine weitere, VULTURES OF WHAPETON im Dezember 1936 in SMASHING NOVELS MAGAZINE, die Howard für eine seiner besten Geschichten hielt, die er je geschrieben hatte.

 

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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