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Robert E. Howard – Teil 8

Brieffreund: Der Schriftsteller E. Hoffman Price

Brieffreund: Der Schriftsteller E. Hoffman Price

1933 begann Robert E. Howard mit Clark Ashton Smith (1893-1961) zu korrespondieren. Die beiden Autoren wurden gute Freunde, obwohl sie sich nie persönlich trafen.

Ein weiterer von Howards Brieffreunden war der Schriftsteller E. Hoffmann Price (1898-1988), der sowohl Howard als H. P. Lovecraft persönlich kannte.
Price und seine Frau besuchten Howard vom 8. bis 11. April 1934 in Cross Plains und ein zweites Mall Mitte Oktober 1935. Über seinen Besuch im Jahre 1934 schrieb Price:

„ …. broad, towering man with a bluff, tanned face and big, hearty hand, and a voice which was surprisingly soft and easy, instead of the bull-bellow one would expect of the creator of Conan and those other swashbucklers …. His face was boyish, not yet having squared off into angles; his blue eyes, slightly prominent, hat a wide-openess which did not suggest anything of the man’s keen wit and agile fancy.
That first picture persists – a powerful, solid, round-faced fellow, kindkyl and somewhat stolid.”

Doch den Hoffmanns begegneten bei ihren beiden Besuchen auch ein anderer Howard, ein Robert E. Howard der auch seine dunkle Seite preisgab:

„He reached across us, and to the side pocket. He took out a pistol, sized up the terrain, put the weapon back again, and resumed speed.
He explained in a matter-of-fact tone, ‘I have a lot of enemies, everyone has around here.Wasn’t that I figured we were running into anything but I had to make sure.” (E. Hoffmann Price)

El Borak, Held im Orient

El Borak, Held im Orient

Etwa Mitte der 1930er Jahre entstandenen die über ein Dutzend Abenteuergeschichten Howards um seinen Helden FRANCIS XAVIER GORDON alias EL BORAK.
Angesiedelt sind die Erzählungen um EL BORAK in den Ländern des Mittleren und Nahem Ostens um die Wende des 19. ins 20. Jahrhunderts. Darin erlebt Francis Xavier Gordon seine Kämpfe und Abenteuer in den Städten, Bergen und Wüsten des Orients.

HAWK OF THE HILLS, Howards erste El Borak-Erzählung, erschien im Juni 1934 im Pulp-Magazin TOP-NOTCH, gefolgt von THE DAUGHTER VON ERLIK-KHAN (Dezember 1934) und BLOOD OF THE GOODS (Das Blut der Götter) im Juli 1934.

„Die El Borak – Stories waren sehr populär zum Zeitpunkt ihrer ersten Veröffentlichung in den 30iger Jahren und Howard hätte die Serie sicherlich weitergeschrieben, hätte das Schicksal es nicht anders gewollt.“ (Hugh Walker)

Mit THE COUNTRY OF THE KNIFE (Im Land der Messer), erschienen im August 1936 in COMPLETE STORIES, und THE SON OF THE WHITE WOLF (Der Sohn des weißen Wolfes), erschienen im Dezember 1936 in THRILLING ADVENTURES, wurden zwei weitere EL BORAK-Erzählungen allerdings erst wenige Monate nach Howards Tod veröffentlicht.
Dem Manuskript des EL BORAK-Romans THREE-BLADED DOOM (Der Dolch mit den drei Klingen) war dagegen weniger Glück beschieden.
Robert E. Howard schrieb den Roman1934, konnte ihn aber nicht verkaufen, und kürzte ihn um die Hälfte. Aber auch diese Version fand keine Abnehmer in den gängigen Abenteuer-Magazinen.
So verschwanden beide Versionen von THREE-BLADED DOOM in der Schublade, so dass Robert E. Howard vor seineborakm Tod nicht mehr dazu kam, sie noch einmal anzubieten.

Erst als in den 1960er Jahren mehrere Pakete mit Howard-Manuskripten aus einem Agentur-Nachlass ans Licht kamen, bearbeitete der Autor L. Sprague de Camp THREE-BLADED DOOM zu einer Conan-Story um und gab ihr den neuen Titel THE FLAME KNIFE (Der Flammendolch).

1977 wurde der Original-El Borak-Roman jedoch endlich in seiner ursprünglichen Version als Taschenbuch veröffentlicht. Deren gekürzte Version 1976 im nichtprofessionellen Magazin: „REH LONE STAR FICTIONEER No. 4“ erschien.

Die weiteren Geschichten um Francis Xavier Gordon

THE LAND OF MYSTERY
NORTH OF KHYBER
A POWER AMONG THE ISLANDS
THE SHUNNED CASTLE

erschienen 1987 in der Ausgabe NORTH OF KHYBER.

Die EL BORAK-Erzählungen

THE COMING OF EL BORAK
INTRUGE IN KURDISTAN
THE IRON TERROR
KHODA KHANS TALE

sowie zwei Fragment ohne Titel

EL BORAK 1
EL BORAK 2

wurden 1987 in der Buchausgabe THE COMING OF EL BORAK veröffentlicht.

Ein weiterer Held im Stile von EL BORAK war KIRBY O’DONNEL alias EL SHIRKUH (der afghanische Name für Berglöwe), von dem aber Mitte der 1930er Jahre nur zwei Erzählungen zu Lebzeiten Robert E. Howards erschienen.
SWORDS OF SHARAZAR (Die Schwerter von Shahrazar) wurde im Oktober 1934 in TOP NOTCH und THE TREASURES OF TARTARkirbyY (Der Schatz der Tartaren) im Januar 1935 in THRILLING ADVENTURES veröffentlicht

„Kirby O’Donnell alias El-Shirkuh, der Berglöwe, Amerikaner irischer Abstammung , besitzt in der Tat große Ähnlichkeit mit Francis Xavier Gordon , die Szenerie ist praktisch dieselbe, ebenso die Themen der Stories.
Howard stieß mit diesen beiden Stories 1934 erfolgreich weiter in den Bereich der Abenteuermagazine vor.“ (Hugh Walker)

Die anderen beiden Kirby O’Donnell-Erzählungen THE CURSE OF THE CRIMSON GOD (Der Fluch des roten Gottes) und SWORDS OF SHAHRAZAR (Die Schwerter von Sharazar) erschienen 1978 zusammen mit den Orient-Abenteuergeschichten THE BRAZEN PEACOCK (Der bronzene Pfau) und THE BLACK BEAR BITES (Der schwarze Lama), die im Manuskript-Nachlass von Robert E. Howard gefunden worden waren, zum ersten Mal in der Taschenbuchausgabe SWORDS OF SHAHRAZAR.

EL BORAK in deutscher Übersetzung (Pabel Verlag)
Terra Fantasy # 75
Der Dolch mit den drei Klingen (Three-Bladed Doom, Roman)

Terra Fantasy # 77
Das Blut der Götter (Blood of the Goods)
Im Land der Messer (The Country of the Knife)
Der Sohn des weißen Wolfs (Son of the White Wolf)

KIRBY O’DONNELL in deutscher Übersetzung (Pabel Verlag)
Terra Fantasy # 80
Der Fluch des roten Gottes (The Curse of the Crimson God)
Der Schatz der Tartaren (The Treasures of Tartary)
Die Schwerter von Shahrazar (Swords of Shahrazar)

Sonstige Abenteuergeschichten (Pabel Verlag)
Terra Fantasy # 80
Der bronzene Pfau (The Brazen Peacock)
Der schwarze Lama (The Black Bear Bites)

 

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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