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Robert E. Howard – Teil 3

kull2In seiner unveröffentlichten Autobiographie POST OAKS AND SAND ROUGHS (RAUHER SAND UND WILDE EICHEN, Fantasia 93, Erster Deutscher Fantasy Club), berichtet Robert E. Howard, dass er 1926 bereits an der KULL-Story THE SHADOW KINGDOM (Das Schattenkönigreich, TERRA FANTASY # 11) arbeitete, doch diese erst nach Absolvierung des Howard-Payne-College fertig stellte und verkaufte.

„Kull ist merklich anders als Conan, obwohl beide barbarische Krieger sind. Da ist etwas düsteres, grüblerisches an Kull, das ihn zu einer interessanten Figur macht. Dadurch bieten die Stories auch Raum für Dinge über das Abenteuer selbst hinaus.
Kull ist vielleicht jene von Howards Heldengestalten, in der wir am meisten von seinem eigenen Wesen wiederfinden.“ (Hugh Walker)

Mit THE SHADOW KINGDOM (Das Schattenkönigreich) erschien im August 1929 die erste Kull – Erzählung in WEIRD TALES, gefolgt von THE MIRROR OF THUZAN THUNE (Die Spiegel des Tuzan Thune) in der Septemberausgabe des Pulp-Magazins.

Robert . E. Howards Kull-Stories dürften alle zwischen den Jahren 1926 und 1930 entstanden sein.
Die größte Anzahl der über ein Dutzend Erzählungen um König Kull von Atlantis blieben allerdings unveröffentlicht oder wurden erst später im Nachlass des Autors entdeckt.

“1966 stieß ich auf sechs Kartons mit Papieren und Aufzeichnungen Howards. Darunter befanden sich unveröffentlichte Manuskripte, Durchschläge und Erstfassungen bereits erschienener Stories und anderes Material.
Ich entdeckte sieben vollständige, unveröffentlichte Kull – Stories und drei Fragmente, die Lin Carter für den Kull – Band von Lancer fertig stellte.“ (Glenn Lord)

Die Fragmente

BLACK ABYSS (Schwarzer Abgrund), dieses Story – Fragment hieß vorher THE BLACK CITY, WIZARD AND WARRIOR (Zauberer und Krieger) und RIDERS BEYOND THE SUNRISE (Jäger der langen Schatten), letztere beiden hatte Howard ohne Titel hinterlassen, wurden von Lin Carter fertig gestellt.

Das gesamte Kull-Material erschien erst Jahrzehnte nach dem Tod von Robert Howard, und zwar im Jahre 1967 in einer speziellen Buchausgabe.

Darin war aber nicht die Kurzgeschichte THE CURSE OF THE GOLDEN SKULL (Rotaths Flucht) enthalten, da Kull darin nur indirekt vorkommt.

Diese Story erfuhr ihre erste Veröffentlichung in THE HOWARD COLLECTOR NO. 9, im Jahr 1967, eine nicht-professionelle Zeitschrift, die Glenn Lord, der Verwalter des Howard – Manuskriptnachlasses, herausgab

1967 erschien THE CURSE OF THE GOLDEN SKULL erstmals in der Taschenbuchausgabe THE BOOK OF ROBERT E. HOWARD, die auch eine ganze Menge bisher unveröffentlichtes Material Howards enthielt.

1931 erblickte in der Oktoberausgabe von WEIRD TALES mit der Erzählung THE GODS OF BAL-SAGOTH (Die Bestie von Bal – Sagoth) ein weiterer Held Robert E. Howards das Licht der Literaturwelt: TURLOGH O’BRIEN. Im Dezember folgte THE DARK MAN (Das Idol).

„Man liest Howard wie ein ferner Beobachter, der durch einen Nebel der Zeit blickt – flüchtige grelle Bilder von marschierenden Männern in Rüstungen, von Verteidigungswällen, über die wilde Horden stürmen, von Intrigen in düsterem Kerzenlicht.
Wie von weit her hören wir den Ruf Olifants, das Klirren von Stahl auf Stahl, die Schreie der Sterbenden; zu gewaltig – zu schrecklich – um wirklich zu sein, und darob irgendwie nur um so wirklicher! Was sich herauskristallisiert und deutlich vor uns steht, ist die Stimmung.
Die Personen bewegen sich wie Figuren des Schicksals über eine Welt, die aus einem Alptraum geboren wurde. Dunkle und ungeheuerliche Taten, strahlendes Heldentum, übermenschlicher Mut und gemeiner Verrat sind die Elemente – und schimmernde Städte (mit nachtdunklen Kerkern), Lachen und schöne Frauen, und Tod, und – Wahnsinn!“ (Hugh Walker)

Insgesamt schrieb Robert E. Howard nur drei Erzählungen um diese Heldengestalt. Die dritte und letzte THE GREY GOD PASSES (Das Ende des grauen Gottes, Terra Fantasy # 50, Pabel Verlag), in der Turlogh O’Brien aber nur als Nebenfigur in Erscheinung tritt, erschien aber erst Jahrzehnte nach Howards Tod im Jahr 1962 in der Anthologie DARK MIND, DARK HEART.

KING KULL in deutscher Übersetzung (Pabel Verlag)
Terra Fantasy # 28
Flucht aus Atlantis (Exile of Atlantis)
Das Schattenkönigreich (The Shadow Kingdom)
Der Altar und der Skorpion (The Altar and the Scorpion)
Schwarzer Abgrund (Black Abyss)
Delcardes Katze (Delcardes Cat)
Der Schädel der Stille (The Skull of Silence)
Zauberer und Krieger (Wizard and Warrior)
Nur einen Gongschlag lang (The Striking of the Gong)
Terra Fantasy # 29
Der König und die Eiche (The King and the Oak)
Jagd im Land der Schatten (Riders Beyond the Sunrise)
Verrat am König (Swords of the Purple Kingdom)
Die Spiegel des Tuzun Thune (The Mirrors of Tuzun Thune)
Rothats Fluch (The Curse of the Golden Skull)
TURLOGH O’BRIEN in deutscher Übersetzung (Pabel Verlag)
Terra Fantasy # 17 / Das Idol (The Dark Man)
Terra Fantasy # 42 / Die Bestie von Bal-Sagoth (The Gods of Bal-Sagoth
Terra Fantasy # 50 / Das Ende des grauen Gottes (The Grey God Passes)
Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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