Im Haus der Tausend Fiktionen

Kategorie: Review (Seite 2 von 2)

Der Begriff “review” bedeutet vieles, vor allem aber eine Durchsicht und Einschätzung, während “rezension” zwar etwas ähnliche aussagt, aber den Zensor im Wort führt, weshalb ich darauf verzichte.

Review: Diane Setterfield – Was der Fluss erzählt | #26

Was wäre die Welt des Geschichtenerzählens ohne die einleitende Formel “Es war einmal…”, mit der eine Erzählung vergangener Ereignisse eingeleitet wird und die man seit mindestens dem 14. Jahrhundert kennt? So hat diese Formel allein schon etwas Magisches und verbindet uns mit einer vagen Vergangenheit und einen weit entfernten Ort, ohne dass wir genaueres wissen müssen. Etwas trug sich zu, vor langer Zeit, und es ist erhaltenswert. Davon soll berichtet werden. Diane Setterfield tut das, sie leitet ihre Geschichte mit diesem Zauberspruch ein.

Verwendete Musik:

Hard Boiled by Kevin MacLeod
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Samba Isobel by Kevin MacLeod
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Review: Xulhu (Blitz-Verlag) | #22

Sechs Geschichten erwarten uns nach einem kryptischen Vorwort von Jörg Kleudgen, in dem er erklärt, dass er in den 70er Jahren in einem Reiseführer auf eine merkwürdige Karte stieß, die terra cthulhiana, die uns auf den ersten Seiten auch gezeigt wird. Es handelt sich dabei um eine Weltkarte, auf der sechs Icons zu sehen sind, von Venedig bis zur Südsee. Es versteht sich von selbst, dass es sich hier um Schauplätze der folgenden Geschichten handelt.

Das hier besprochene Buch ist im Blitz-Verlag erschienen.

Verwendete Musik:

Hard Boiled by Kevin MacLeod
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Steven Erikson: Das Spiel der Götter – Ein Vorgespräch | #20

Eröffnung zu Steven Eriksons Malazan Book of the Fallen.

Oftmals ist die Veröffentlichungspolitik deutscher Verlage eine einzige Katastrophe. Da werden Serien begonnen und nie zu Ende geführt, die Übersetzungen sind im besten Fall durchwachsen, die Editionen werden mittendrin ohne Sinn und Verstand gewechselt. Was die Übersetzung betrifft, hat man hier mit Tim Streatmann einen Glücksgriff getan, auch wenn “Das Spiel der Götter” als Titel von “Malazan Book of the Fallen” leicht daneben liegt, denn er impliziert ein Spiel, das die Götter spielen, was nicht der Fall ist; vielmehr tanzen hier viele Mächte ein Ringelreihen, und Götter können selbst von Sterblichen besiegt werden.

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Hard Boiled by Kevin MacLeod
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Review: Wolfgang Hohlbeins Hexer von Salem | #15

An Wolfgang Hohlbein scheiden sich die Geister. Die einen halten ihn für jemanden, der sich ein unerträgliches Mischmasch aus allem zusammenklaut und nur durch die schiere Masse seiner unfassbaren Buchproduktionen auffällt, andere sind seiner Fantasie komplett erlegen. Und dann gibt es noch jene, die das ganze etwas differenzierter betrachten und erkennen, dass es bei der Schreibwut, unter der der Mann zu leiden scheint, sowohl schwächere als auch grandiose Werke zu finden gibt.

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Hard Boiled by Kevin MacLeod
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Review: Patricia Highsmith – Der Schneckenforscher | #11

Patricia Highsmith bewegt sich ziemlich sicher in ihren psychologischen Kabinettstückchen (und natürlich auch innerhalb des kriminalistischen Dramas, das hier keine allzu große Rolle spielt), und obwohl ihre Sprache präzise ist, ist sie nicht gerade lyrisch. Sie berichtet, anstatt zu beschreiben, und sie kommt fast ohne Metaphorik auf Satzebene aus.

Verwendete Musik:

Hard Boiled by Kevin MacLeod
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Review: Doppelgänger und Spiritismus. Kai Meyer – Das zweite Gesicht | #4

Kai Meyer hat sich mit einer düsteren, aber auch kreativen Epoche beschäftigt. Neben historischen Figuren, die hier erwähnt werden (Alfred Kubin, Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Bernhard Goetzke usw.), die das deutsche Filmschaffen als Realität dokumentieren, gelingt es Meyer, seine fiktiven Figuren so geschickt zu platzieren, dass man das eine kaum vom anderen Unterscheiden kann. 

 Verwendete Musik:Hard Boiled by Kevin MacLeod
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Review: Felisberto Hernández – Die Frau, die mir gleicht | #1

Nach einer gewissen Zeit, in der sich gezeigt hat, dass es mit dem Phantastikon weitergeht, stand auch die Frage nach dem Podcast der TAUSEND FIKTIONEN erneut im Raum, einem Zusatzangebot, das im letzten Jahr begonnen wurde und mit dem alten Magazin vorerst auf Eis lag. Die hier zu hörende Episode ist auch damals die erste Ausgabe gewesen, und bereits produzierte Episoden, die manche bereits kennen werden, sollten unbedingt erneut erscheinen. Dabei wird es aber nicht bleiben. Es ist geplant den Podcast grundsätzlich (aber unregelmäßig) fortzuführen.

Ich beginne diese Rubrik, in der ich meine großen Leseabenteuer präsentieren werde, mit einem Ausflug nach Südamerika, genauer: Uruguay. Es ist dieser Kontinent, der hier immer wieder eine große Rolle spielen wird. Das verbindende Glied zu meiner Neoromantik ist hier die unvergleichliche Fabulierlust der Autoren, die in Europa kaum mehr zu finden ist. Allenfalls hat sie auch hier in den südlichen Gefilden, zum Beispiel in Portugal (oder Italien, wenn wir Umberto Eco nicht vergessen wollen) einen ähnlichen Drang, der Realität mit Worten unter die Arme zu greifen, um sie so zu zeigen, wie sie wirklich ist: phantastisch.

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