Episode #11: Kai Meyer – Das zweite Gesicht

Die Stummfilmwelt der Zwanziger Jahre, Schemen zwischen Licht und Schatten.
Als die Diva Jula Mondschein stirbt, übernimmt ihre Schwester Chiara deren letzte Rolle. Chiara treibt durch ein Berlin, in dem die Schrecken der Leinwand nach der Wirklichkeit greifen. Hinter den Samtvorhängen feiner Salons findet sie Ausschweifungen und Geisterglauben. Im Armenviertel erbricht ein Medium menschliche Knochen. Und ein Regisseur träumt davon, sein Publikum in den Sitzen zu versteinern. Spukgestalten und Doppelgänger, Menschenzucht und Größenwahn sind Vorboten eines Grauens, das alle Phantome des Films übertreffen wird.

Robin Hobb: Die Tochter des Drachen (Penhaligon)

Die große Robin Hobb ist zurück, und damit ein Garant nicht nur für durchschnittliche Fantasy, wie sie gegenwärtig den Markt überflutet, sondern für die Spitze des Genres, wo vielleicht nur eine Handvoll Autoren überhaupt zu finden sind. Als “Fool’s Assassin” 2014 im Original erschien, war gleich klar, dass dies wahrscheinlich die beste Veröffentlichung des Jahres … Weiterlesen Robin Hobb: Die Tochter des Drachen (Penhaligon)

Kai Meyer: Klammroth

Man hätte es damals an ein paar kleinen Augenfälligkeiten bemerken können. Da ist einmal der Name: Isa Grimm. Es ist nicht schwer zu erraten, dass dies ein Pseudonym ist, sogar ein gutes – und das in zweifacher Hinsicht. Zum einen referiert das Pseudonym auf Isegrim, den Wolf. Dann aber ist “Grimm” ein tatsächlicher Nachname, nicht … Weiterlesen Kai Meyer: Klammroth

W.F. Harvey: Die Bestie mit den fünf Fingern (Diogenes)

Harvey wurde natürlich hineingeboren in das faszinierende Zeitalter der Psychoanalyse. Als Arzt dürften ihm die Unternehmungen Freuds um 1900 nicht entgangen sein, wie ja kaum jemanden der akademischen Welt. Die Surrealisten zogen ihren eigenen Spuk daraus, andere lehnten die Psychoanalyse rigoros ab. In der Kunstwelt fand Freud – wenig erstaunlich – den größten Anklang, aber … Weiterlesen W.F. Harvey: Die Bestie mit den fünf Fingern (Diogenes)

Jenn Lyons: Der Untergang der Könige (Klett-Cotta)

Drachengesänge 1 Bereits auf den ersten Seiten von Lenn Lyons Debüt wird deutlich, dass die hier beginnende Serie große epische Ambitionen hat: Prophezeiungen, multiple Erzähler, ein dicht gewobenes Weltbild; aber auch, dass es nicht damit getan ist, diesen Wegweisern als Leser blind zu folgen. Selbst das Format besitzt eine schelmische Wendung, denn das Buch, das … Weiterlesen Jenn Lyons: Der Untergang der Könige (Klett-Cotta)

China Miéville: Die letzten Tage von Neu-Paris

Es wurde behauptet, dass Miévilles “Perdido Street Station” die Regeln der Fantasy verändert haben soll, obwohl bis heute nicht erkenntlich ist, was damit gemeint sein könnte. Dieser Anspruch wird von einigen Fans gestützt, andere Leser aber eher deprimieren oder langweilen. Es kommt darauf an, welchen Standpunkt man gegenüber dieser Art der Fantasy einnimmt. Miéville beschreibt … Weiterlesen China Miéville: Die letzten Tage von Neu-Paris

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