Eine Tochter sucht ihren Vater — und findet sich selbst

Zatanna ist eine kleine Sensation. Das liegt an einem strukturellen Trick, den Autor Gardner Fox anwandte: Die Figur erschien im Juli 1964 in Hawkman #4 und ihr Debüt war zugleich der Beginn einer mehrteiligen Suche quer durch das ganze DC-Universum, die sich konsequent über mehrere Serien und Ausgaben erstreckte. Das war 1964 eine unerhörte Idee. Zwar gab es bereits Crossover, doch ein Charakter, der in fremden Heften auftauchte, weil er dort aktiv jemanden suchte, war narrativ äußerst kühn und stellte eine Neuerung im Superhelden-Comic dar.
Wen suchte sie? Nun, ihren Vater. Giovanni Zatara, der im DC-Universum bereits eine Legende war. Der Bühnenmagier, der allerdings ein echter Magier war, der seit den späten 1930er Jahren in den Comics erschien, war verschwunden. Seine Tochter Zatanna zog nun von Heft zu Heft, von Held zu Held, um ihn aufzuspüren. Sie bat Batman, die Atome, Green Lantern und den Elastoman um Hilfe. Schließlich fand sie ihn in Justice League of America #51 (1967) sowohl ihren Vater und wurde außerdem auch endgültig in die Gemeinschaft der DC-Helden aufgenommen. Diese Suche über verschiedene Serien hinweg war bereits die Charakterzeichnung der Figur. Sie wurde als jemand eingeführt, der keine Grenzen kennt, wenn es darum geht, zu finden, was sie sucht.
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