Am Liebsten mag ich Monster

Dieses üppige Kunstwerk in Form einer großen Kladde in Softcoverversion, an dessen Skizzen, kindlichem Gekritzel, Portraits, Szenenbildern, die teils wie Radierungen wirken, Panels und Gemälden von real existierenden Gemälden ich mich kaum sattsehen konnte, ist zugleich ein mysteriös monströser Psychothriller, ein Familiendrama, ein Geschichtsepos, eine Coming-of-Age-Geschichte, wie auch ein düsterer Krimi. Es ist eine Hommage an die vergangene Ära der Horror-B-Movies, sowie der Pulpmagazine. Liniertes, gelochtes Ringbuch-Schreibpapier, Kugelschreiber, Blei- und Farbstifte waren dabei alles, was Emil Ferris brauchte, um diese düstere aber enorm bezaubernde Geschichte in die Welt zu heben. Alles Utensilien, die den tagebuchartigen Stil noch verstärken.

Wolfman heult…und heult sein Lied des Todes

So ein Wolf hat seine besonderen Geschichten. Er begleitet Odin. Er ist wachsam, reissend und blutgierig, heißt Geri und Freki und läßt als Fenriswolf den Donnergott untergehen. Er jagt an der Seite von Diana, Artemis und Ischtar, die für ihre mächtigen Rudel Menschen in Wölfe verwandeln. Er ist Ahnherr von Dschingis Khan, Reitttier der Riesinnen, Totem der Kelten. Weiser Schöpfer der Schoschonen. Gott des Totenreichs, Symbol geheimnisvoller, dunkler Mächte. Angebetet von den Ägyptern, gefürchtet, verflucht im finsteren Mittelalter. Mächtige Dämonen werden nach ihm benannt. Grimm nennt ihn “das böseste aller Tiere”.

Carmilla, der Vampir

Viel prämiert ist sie mittlerweile, die Gruselkabinett-Hörspielserie aus der Hörschmiede der Titania Medien, die zu ihrem Einstand 2004 die 1872 erschienene Novelle Carmilla des irischen Autors Joseph Sheridan Le Fanu adaptierte und bis dato unzählige veröffentlichte Hörspiele vorgelegt hat. Von der Schauerromantik bis zur Science-Fiction. Meisterwerke der Phantastik. Brilliant vertont?

Die Ungelesenen

Meine Welt ist voller Bücher und doch fühlt es sich manchmal so an, als gäbe es keins. Gerade nach dem Auftauchen am Ende eines langen und intensiven Durchlebens eines Romans kann mir das passieren. Es ist dann ein Blättern und Suchen, ein Anfangen und Weglegen und neues Aufschlagen und wieder Schließen, von Roman zu Storysammlung, zu diesem, zu jenem, von Fantasy zu Horror zu Science Fiction, bis ich auf Klassiker auszuweichen versuche, die doch eigentlich immer lesbar sein sollten.

Teufelsjagd mit Sternen: Wilfried A. Hary im Interview

Mein erster Horror-Roman erschien übrigens 1975: W. A. Travers: „In den Klauen des Dämons“ (Vampir-Horror Nr. 97), Pabel-Verlag.

Ich war danach gleich in mehreren SF-Reihen und Horror-Reihen tätig. Betreffend SF zum Beispiel: GEMINI-SF, Martin Kelter-Verlag, als W. A. Hary und W. A. Travers, TERRA ASTRA, ATLAN, Pabel/Moewig-Verlag, als Wilfried Hary, ERDE 2000, Marken-Verlag, als W. A. Travers, DIE TERRANAUTEN, Bastei-Verlag, als Erno Fischer etc. pp… Mitarbeiter war und bin ich auch in vielen anderen Reihen, außerhalb der Science Fiction und der Mystery: Insgesamt erschienen unter einigen meiner Pseudonyme inzwischen weit über 500 Romane und einige Sachbücher.

Keine Menschenseele: Faye Hell im Interview

Seit ihrer frühesten Kindheit ist Faye vom Bösen fasziniert. Im Alter von elf Jahren schreibt sie ihre erste Horrorgeschichte. Eltern und Lehrer sind sich sicher: Das ist nur eine Phase, das vergeht. Doch es ist alles andere als eine Phase und vergeht erst recht nicht, viel eher verfeinert sich ihr Hang zum Diabolischen und nimmt professionelle Züge an. Seit 2007 ist sie Redakteurin des VIRUS Magazins (unter dem Namen Lili Marlene), dort verfasst sie vorrangig Rezensionen zu Horrorfilmen abseits des Mainstreams. In ihrer schriftstellerischen Arbeit verbindet sie subtiles Grauen mit expliziter Gewalt und Obszönität. Ein Leben ohne Horror, das ist für Faye undenkbar.

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