Über

Michael Perkampus

Willkommen im Phantastikon!

Zugegeben, der Untertitel „Das Beste der Phantastik“ hört sich wie das Ende von etwas an, eine definitive Liste etwa. So ist es natürlich nicht.

Das PHANTASTIKON existiert jetzt seit 4 Jahren – und schon lange vorher gab es Buchblogs und Magazine zur Phantastik. Angefangen hat das alles mit der Übersetzung des Interviews, das Matt Cardin einst mit Thomas Ligotti, dem Prinzen der dunklen Phantastik, führte. Nachzulesen war das 2014 in einem literarischen Weblog und das Interesse war so groß, dass ich weitere Übersetzungen anbot. Dazu musste allerdings eine andere Plattform her. Und so kam es zum Phantastikon, das gleich mit eigenen Interviews und Rezensionen aus der Welt der literarischen Phantastik startete.

Aber ich wollte einen regelmäßigen Ablauf, den ich alleine nicht bewältigen konnte. Bis heute sind über 100 Gastautoren auf dem Phantastikon zu finden. Manche hinterließen nur einen Artikel, aber manche schrieben regelmäßig. Ich bin zwar immer noch der Hauptverantwortliche, jedoch ohne Karin Reddemann und Albera Anders sähe das Phantastikon heute anders aus.

Die Kernthemen

Wie bereits gesagt, begann sich das Karussell um die dunkle Phantastik zu drehen. Unsere Artikel-Serie „Was ist Horror?“ ist dabei die älteste noch laufende Sammlung, und sie ist im deutschsprachigen Raum recht einzigartig. Zu Wort kommen hauptsächlich Autoren und Kulturjournalisten, die ihre persönliche Sicht auf ein ganzes Genre haben. Das ist meistens sehr persönlich gehalten.

Unser neuestes Projekt ist eine Zusammenstellung der wichtigsten oder größten fiktiven Figuren der Popkultur. Das ganze wird noch eine geraume Zeit laufen und soll in eine Liste münden, die am Ende vorgestellt wird. Überhaupt interessieren uns zu den Rezensionen die Hintergründe mancher Werke und Klassiker aus den Bereichen der phantastischen Literatur, der Fantasy, der Comics und der Filme.

Das ist vielleicht auch das Dilemma unserer Plattform: sie ist vielseitig. Warum das ein Problem ist? Weil wir in einer Zeit der Spezialisten leben. Jeder möchte sein persönliches Interessengebiet möglichst ohne andere Einflüsse und eng gesteckt wissen. In der Phantastik ist das jedoch nicht möglich. Gerade Fantasy (oder auch Horror), Comics und Filme bedingen sich und referieren nicht selten aufeinander. Das Wissen darum nennt man heute Nerdtum. Darin liegt aber auch die Gefahr, nur noch in die Breite und nicht mehr in die Tiefe zu stoßen.

Das Phantastikon ist genau aus diesem Grund nicht immer mit den neuesten Entwicklungen zugange, wir haben nicht zu jeder Veröffentlichung die erste Rezension parat, meistens nicht einmal die zweite oder dritte. Was mich betrifft, so trete ich erst einmal einen Schritt zurück und schaue mir die Belange der Phantastik in seiner Entwicklung an. Nicht jeder Comic, nicht jedes Buch und erst recht nicht jeder Film ist erwähnenswert. Das überlassen wir anderen. Und hier schließt sich der Kreis. Das Beste der Phantastik meint in erster Linie die Erfassung dessen, was – zumindest für uns – wirklich zählt.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Vergnügen auf eurer Entdeckungsreise im Phantastikon.

 

Michael Perkampus

 

Alle in diesem Blog enthaltenen Artikel-Serien können hier gefunden werden.

Solltet ihr da draußen Interesse daran haben, ebenfalls einen Gastbeitrag einzureichen, könnt ihr euch unter

edition.phantastikon(at)gmail.com gerne bei uns melden.

Rezensionsanfragen können an die gleiche Adresse gerichtet werden.

Mehr von Michael Perkampus gibt es hier:

… und zwar nicht nur eine Erzählung, sondern auch eine Kollaboration und ein Gespräch mit Tobias Reckermann.