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Miskatonic Avenue

Die Miskatonic Avenue kreuzt sich in Arkham mit der Garrison Street. Diese deutlichen Anspielungen auf H.P. Lovecrafts Kosmos sollen keineswegs implizieren, dass es ich bei dieser Anthologie um eine Hommage an die zentrale Figur der Weird Fiction handelt, wohl aber sei angedacht, dass wir in erster Linie die Schauergeschichte in all ihren Akzentuierungen meinen, wenn wir von Horror sprechen. Zugegeben, weder die Weird Tale (und zu ihr gehören die Arbeiten des Alptraum-Horrors genauso wie die ganzen seltsamen, unheimlichen und surrealen Geschichten) noch die Kurzgeschichte an sich erfreuen sich in unseren Breitengraden einer besonderen Beliebtheit. Gerade die Kurzgeschichte wird als Gelegenheitsarbeit oder als Fingerübung verstanden. Leider muss jenen, die das glauben und nachbeten, gesagt werden, dass gerade diese Form die äußerste Meisterschaft bedeutet, nicht nur im Horrorgenre.

Michael Perkampus

1969 im Fichtelgebirge geboren, Schriftstseller, Musiker und Übersetzer, Studium der (Experimental)Psychologie in München. 2005-2010 Moderator der Literatursendung „Seitenwind“ (Winterthur, CH). Im Dezember 2014 erste Übersetzung eines Interviews mit Ligotti, was zur Gründung des Phantastikon führte.

Veröffentlichungen in mehreren Zeitschriften. VÖ als Morpheus Eisenstein: „Equipe Propheta“ (1991), Das Symbolon (1995); VÖ als Michael Perkampus: „Die Geschichte des Uhrenträgers“ (2007), „Guckkasten“ (2011), „Entropia“ (2014); Story im IF #666: „Dorothea“. 2018 Herausgeber der „Miskatonic Avenue“, mit der Story „Der Gehenkte“ vertreten.