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Leigh Brackett

1915 - 1977

leighLeigh Douglas Brackett wurde am 7. Dezember 1915 in Los Angeles, Kalifornien, USA, geboren. Da ihr Vater während der Grippe Epidemie von 1918 starb, wuchs sie in Santa Monica im Haus ihres Großvaters zusammen mit ihrer Mutter und einer Tante auf.
Seit ihrer Jugend war Leigh Brackett ein großer Fan von Robert E. Howard und Edgar Rice Burroughs John Carter-Erzählungen. Jahre später belegte sie einen Schreibkurs bei Laurence D’Orsay, wo ihre Arbeiten der Autor Henry Kutter zu Gesicht bekam und ihr seinen Agenten Julius Schwartz empfahl.

Im Februar 1940 veröffentlichte Leigh Brackett in der Februar-Ausgabe von ASTOUNDING SCIENCE FICTION“ mit „MARTIAN QUEST ihre erste Kurzgeschichte und gab somit in dem Pulp–Magazin ihr Debüt als Schriftstellerin.

Im August 1940 folgte mit THE TAPESTRY GATE “ihre erste Geschichte in STRANGE STORIES, im Winter 1940 mit THE STELLAR LEGION“ ihr Debüt in PLANET STORIES sowie im Januar 1941 mit THE DEMONS OF DARKSIDE ihre erste Geschichte in STARTLING STORIES.

Viele der in den 1940er veröffentlichten Kurzgeschichten und Novellen von Leigh Brackett waren phantastische Abenteuergeschichten, deren Handlung in unserem Sonnensystem spielten. 1944 wurde mit NO GOOD FROM A CORPSE ihr erster Roman, ein Kriminalroman im Stile von Raymond Chandler, veröffentlicht.

Im Herbst 1944 erschien mit „SHADOW OVER THE MARS ihre erste Geschichte in Romanlänge in STARTLING STORIES. Diese Erzählung markiert eine neue Richtung der SF im Stile der härteren Detektiv–Geschichten der sogenannten Hardboiled der 1940er Jahre sowie der Hollywood – Filme der Schwarzen Serie, des Film Noir“.
Die Protagonisten dieser Erzählungen sind knallharte, halbkriminelle, aber unglückliche Abenteurer, so wie Bracketts Held in SHADOW OVER THE MARS“ Rick Urquhart (angelehnt an die etwas düsteren Charakteren Humphrey Bogarts), der in allerlei politische Intrigen verstrickt wird und dabei ungewollt das Schicksal des Mars in seinen Händen hält.

Mitte der 1940er Jahre machte die Autorin einen Abstecher als Drehbuchautorin in Hollywood. Der Regisseur Howard Hawks war ziemlich überrascht, als sich der Co- Autor zum Drehbuch (Leigh Brackett schrieb zusammen mit William Faulkner und Jules Furthman an dem Drehbuch) des Films THE BIG SLEEP“ (Der große Schlaf, 1946) mit Humphrey Bogart, als Frau entpuppte. 1945 folgte ihr Drehbuch zu THE VAMPIRE’S GHOST“.

Am 31. Dezember 1946 heiratete Leigh Brackett den Science Fiction-Autor Edmund Hamilton. Kurz davor war ihre Novelle LORELEI OF THE RED MIST in der Sommer-Ausgabe von „PLANET STORIES erschienen, die sie zusammen mit Ray Bradbury geschrieben hatte, um die Arbeit am Drehbuch von THE BIG SLEEP beginnen zu können.

1948 kehrte die Autorin zur Science Fiction zurück und schrieb bis 1951 eine Reihe von phantastischen Abenteuer-Romanen, die besser waren, als alle ihre vorigen Erzählungen. Zu diesen Werken gehören u. a. THE MOON THAT IS VANISHED, Oktober 1948 in „THRILLING WONDER STORIES“ und der Roman „SEA-KINGS OF MARS“im Juni 1949 in „THRILLING WONDER STORIES, der später unter dem Titel THE SWORD OF RHIANNON (Das Erbe der Marsgötter) veröffentlicht wurde.

Matt Carse ist ein Mann von der Erde, der aber schon seit seiner Kindheit auf dem Mars lebt. Dem ehemaligen Archäologen wird von einem zwielichtigen Marsianer das Schwert Rhiannons, die Waffe des verdammten Gottes, angeboten.
Es gelingt Carse den Marsianer davon zu überzeugen, ihm die Gruft Rhiannons mit den gewaltigen Schätzen zu zeigen. Aber als man sich über die Verteilung streitet wird der Erdenmann in eine dunkle Fläche gestoßen und damit weit in die Vergangenheit des roten Planeten, als der Mars noch von grünen Ebenen und weiten Meeren bedeckt war und die grausamen Sarker mittels der Hilfe der halbmenschlichen Dhuvianer um die Vorherrschaft auf dem Mars kämpften.

Mit QUEEN OF THE MARTIAN CATACOMBS erschien im Sommer 1949 in PLANET STORIES” ihre erste Geschichte um ihren Helden ERIC JOHN STARK. Die weiteren Geschichten in PLANET STORIES um Stark waren ENCHANTRESS OF VENUS / CITY OF THE LOST ONES“ im Herbst 1949 sowie „BLACK AMAZON OF MARS“ im März 1951.
ENCHANTRESS OF VENUS“und BLACK AMAZON OF MARS wurden von Leigh Brackett zu Romanen erweitert und erschienen unter den Titeln THE SECRET OF SINHARAT (1963, Der Weg nach Sinharat) und PEOPLE OF THE TALISMAN (1964, Wächter am Todestor).

Mit der Einstellung der Pulp-Magazine PLANET STORIES, STARTLING STORIES sowie THRILLING WONDER STORIES”im Jahr 1955 verlor die Autorin ihren wichtigen Absatzmarkt für ihre phantastischen Geschichten. So erschien im Sommer 1955 in der letzten Ausgabe von „PLANET STORIES mit LAST CALL FROM SECTOR 9G“auch eine ihrer letzten Erzählungen.

Im selben Jahr erschien ihr nächster Roman THE LONG TOMORROW“ (Am Morgen einer anderen Zeit, 1955). Ihr späterer Kriminal – Roman “AN EYE FOR AN EYE” (1957) diente als Grundlage für die TV-Serie MARKHAM (1959-1960).

Ab Ende der 1950er Jahre war Leigh Brackett vorwiegend im Film- und Fernsehgeschäft tätig. So schrieb sie u. a. die Drehbücher für die Howard Hawks Filme RIO BRAVO“ (1959), „HATARI“ (1962), „EL DORADO“ (1967) und „RIO LOBO“ (1971) mit John Wayne sowie für Robert Altmans Film THE LONG GOODBYE (1973)

Leigh Brackett bezeichnete das Drehbuch zum John Wayne Film EL DORADO als ihr Bestes. Ihr letztes Drehbuch schrieb die Autorin für den STAR WARS-Film „THE EMPIRE STRIKES BACK (Das Imperium schlägt zurück, 1979).

In den 1970er Jahren kehrte Leigh Brackett mit den Eric John Stark – Romanen THE GINGER STAR (1974, Der Sterbende Planet), „THE HOUNDS OF SKAITH (1974, Dämon aus dem All) und THE REAVERS OF SKAITH (1976, Planet im Aufbruch) zur SF zurück.

Nach dem Tod ihres Ehemannes Edmond Hamilton, am 1. März 1977, zog Leigh Brackett endgültig nach Kalifornien, wo sie ein Jahr später, am 18. März 1978, in Lancaster, Kalifornien, an Krebs verstarb.

Die Mehrzahl der Roman von Leigh Brackett erschienen in Deutschland im Pabel Verlag und im Moewig Verlag. So u. a. in den Reihe TERRA FANTASY, TERRA und TERRA ASTRA.
Mit “DER WEG NACH SINHARAT (The Secret of Sinharat), erschienen in Terra Fantasy # 40 die erste Marsgeschichte von Leigh Brackett mit Eric John Stark und Matt Case.

Die Mehrzahl dieser Art von Marsgeschichten erschienen im Pulp-Magazin PLANET STORIES, das sich auf Weltraum- und Planetenabenteuer spezialisiert hatte, den sogenannten Space Operas.
PLANET STORIES lief von 1939 bis 1945 und veröffentlichte Erzählungen von Autoren wie Leigh Brackett, Henry Hasse, Ray Bradbury, Alfred Coppel, Poul Andersen, Gardner F. Fox, Roger Dee, James Bush und eine Reihe anderer bekannter Science-Fiction-Autoren.

Der Mars-Zyklus von Leigh Brackett besteht aus insgesamt fünf Büchern, nämlich den vier Romanen “The Sword of Rhiannon” (Das Erbe der Marsgötter), “”The Secret of Sinharat” (Der Weg nach Sinharat), “People of the Talisman””(Wächter am Todestor), “The Nemesis From Terra” (Schatten über den Mars) sowie der Novellensammlung “The Corming of the Terrans” (Hände weg vom Mars).

Neben den drei Bändern in der Terra Fantasy-Reihe, erschienen zwei Bände in der TERRA ASTRA-Reihe unter den Titeln HÄNDE WEG VOM MARS (The Corning Of the Terrans, TERRA ASTRA 317) mit drei der fünf Novellen des Originalbandes sowie SCHATTEN ÜBER DEM MARS (The Nemesis From Terra, TERRA ASTRA 329).

Terra Fantasy # 40 enthält neben FLUCH DER UNSTERBLICHEN“ auch die Novelle „DER WEG NACH SINHARAT, die der Sammlung „”The Coming of the Terrans”“entnommen ist.

THE SECRET OF SINHARAT“ erschien 1949 unter dem Titel “Queen Of the Martian Catacombs”“ in PLANET STORIES und kam 1964 zusammen mit einem weiteren Roman um Eric John Stark als Taschenbuch heraus. In der zweiten Hälfte der sechziger Jahre erschien die erste deutsche Übersetzung als UTOPIA-ZUKUNFTSROMAN 579: KRIEG DER UNSTERBLICHEN

Mit TERRA FANTASY # 41 führte die Taschenbuchreihe des Pabel Verlages mit WÄCHTER AM TODESTOR“ (People of the Talisman) die Abenteuer von Eric John Starks fort.
Mit Terry Fantasy # 49 erschien zudem der Marsroman DAS ERBE DER MARSGÖTTE“ (The Sword of Rhiannon), in dem Matt Carse, ein irdischer Abenteurer, in die sagenhafte Vergangenheit des Mars gelangt, in die Epoche der Seekönige, und dort in einen Streit der Götter selbst verwickelt wird.

Neben den Romanen und Erzählungen in TERRA FANTASY und TERRA ASTRA“ wurden in Deutschland noch weitere Abenteuer mit ERIC JOHN STAR veröffentlicht.
Neben „REVOLTE DER VERLORENEN“(Enchanatress of Venus, Utopia-Heft 95) erschienen in den Terra Taschenbücher die dreibändige Serie DER STERBENDE STERN“(Terra 320), DÄMONEN AUS DEM ALL (Terra 324) und PLANET IM AUFBRUCH (Terra 326).

Leight Bracktt in deutscher Übersetzung

Der Mars-Zyklus
Terra Fantasy 40/Der Weg nach Sinharat (The Road to Sinharat)
Terra Fantasy 41/Wächter am Todestor (People of the Talisman)
Terra Fantasy 49/Das Erbe der Marsgötten (The Sword of Rhiannon)
Weitere Bände des Mars-Zyklus
Terra Astra 317/Hände weg vom Mars (The Coming of the Terrans)
Terra Astra 320/Schatten über dem Mars (The Nemesis from Terra)
Weitere Abenteuer mit Eric John Stark
Terra 320/Der sterbende Stern (The Ginger Star)
Terra 324/Dämonen aus dem All (The Hounds of Skaith)
Terra 326/Planet im Aufbruch (The Reavers of Skaith)
Utopia-Heft 95/Revolte der Verlorenen
Erzählungen
Terra Fantasy 10/ Bruder des Schwertes (Swordmen in the Sky) enthält die Erzählung Mondfeuer (The Moon that Vanished)
Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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