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John Badhams Dracula

badham1Graf Dracula (Frank Langella) strandet mit dem Schiff Demeter an der Küste Englands in der Nähe von Whitby, nachdem er die gesamte Besatzung getötet hat. Lucy (Jan Francis), die Tochter von Abraham van Helsing, findet Dracula in einer Höhle. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Denn Lucy wird das erste Opfer des Vampirs und stirbt.
Danach macht sich Dracula an Mina, die Tochter von Dr. Seward (Donald Pleasence) und Freundin von Lucy heran.
Unterdessen hat Dr. Seward seinen Freund van Helsing über den Tod von Lucy informiert. Der erreicht Whitby und untersuchte das seltsame Dahinsiechen seiner Tochter. Eine Begegnung mit Dracula macht ihn stutzig.
Schließlich ordnet er eine Exhumierung des Grabes von Lucy an. In den Katakomben unter dem Friedhof kommt es schließlich zur Konfrontation mit Mina, die zur Vampirin mutiert ist. Abraham van Helsing und Dr. Seward können sie schließlich in die Flucht schlagen und später erlösen.
Nachdem die beiden Männer merken, dass auch Mina in Gefahr schwebt, von Dracula in eine Untote verwandelt zu werden, weihen sie Jonathan Harker, den Freund von Mina ein. Zusammen wollen sie Dracula unschädlich machen. Doch der kann schließlich zusammen mit Mina auf eine Schiff fliehen, das Richtung Transylvanien ausläuft ….

Leider wurde Badhams Draculaverfilmung nur sehr selten im Fernsehen gezeigt. Seine Fernsehpremiere hatte der Film in den 1990er Jahren in der ARD.

Wie fast alle Dracula-Verfilmungen, hat auch die Verfilmung aus dem Jahre 1979 – bis auf die Namen der Protagonisten – sehr wenig mit dem Buch von Bram Stoker zu tun.

Auch die Rollen wurden im Film vertauscht. Mina (Jan Francis) ist darin die Tochter Abraham van Helsings (Laurence Oliviert), die als erste das Opfer des Vampirs wird. Mina (Kate Nelligan) ist dagegen die Tochter von Anstaltsleiter Dr. Seward (Donald Pleasence). Und Seward ist wiederum ein Freund von Abraham van Helsing.
Jonathan Harker (Trevor Eve) tritt im Film als Freund von Mina in Erscheinung, der aber nie in Transylvanien gewesen war, da der Film „DRACULA“ erst mit der Strandung des Schiffes Demeter an der Küste Englands beginnt.

Ähnlich wie Bela Lugosi spielte auch FRANK LANGELLA in dem „DRACULA“-Bühnenstück von Hamilton Deane und John L. Balderston den Grafen Dracula, bevor ihm die Titelrolle für die Dracula-Verfilmung angeboten wurde. Für seine Rolle als Dracula in dem gleichnamigen Bühnenstück wurde Langella übrigens 1978 mit dem TONY AWARD nominiert.

Frank Langella verleiht seinem Dracula eine ganz eigene Interpretation sowie einen ganz besonderen Charme, der eine düstere-romantische Ader aufweist. Damit erweist sich der Vampir als ziemlich manipulativ, aber dafür nicht minder gefährlich. Was Dracuals Opfer und Gegner am eigenen Leibe erfahren müssen.

Interessant ist auch der Kampf auf dem Schiff am Ende des Films. Hierbei wird Abraham von Helsing aufgespießt und stirbt an seinen Verletzungen, der Vampir aber letztendlich vernichtet. Jedenfalls nimmt man das an. Aber wenn man Draculas Cape so im Winde dahinfliegen sieht und Mina wissendes Lächeln betrachtet, kommen durchaus Zweifel auf.

Auffallend an dem Film ist auch dessen seltsame Farbgebung. Die Farben sind manchmal so ‚blass‘ gehalten, dass man annimmt, einen schwarz-weiß Film vor sich haben, was aber durchaus die Atmosphäre des Films verstärkt.

Alles in allem ist der Dracula-Film aus dem Jahre 1979 eine atmosphärisch dichte Verfilmung des Stoffes, die zwar so gut wie nichts mir dem Roman von Bram Stoker zu tun hat, was aber der Spannung keinen Abbruch macht. Hinzu kommt die brillante Darstellung Frank Langellas der seinem Dracula seine ganz eigene Note gibt.

DRACULA
Originaltitel: Dracula
USA 1979
Regie John Badham
Frank Langella als Graf Dracula
Kate Nelligan als Lucy Seward
Laurence Olivier: als Prof. Abraham van Helsing
Donald Pleasence als Dr. Jack Seward
Trevor Eve als Jonathan Harker
Jan Francis als Mina van Helsing
Tony Haygarth als Milo Renfield
Sprache/Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 2,35:1 anamorph (16:9) / PAL / Farbe
Verpackung: Amaray mit Wendecover
Label: Winkler Film
FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 105 Min.
Bonus: Making-Of (40 Minuten), Bildgalerie, Audiokommentar von Regisseur John Badham
Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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