Im Kabinett des Grauens

Larry Brent und Iwan Kunaritschew befinden sich auf dem Rückflug nach New York als plötzlich die Maschine von einem Unbekannten entführt und die Piloten zur Rückkehr gezwungen werden. Nachdem die Maschine nahe London auf einer Straße notgelandet ist, versucht der Kidnapper mit dem Co-Piloten als Geisel, zu entkommen. Larry Brent greift ein, kann aber nicht verhindern, dass der Co-Pilot schwer verwundet wird. Auch Iwan wird bei der Verfolgung angeschossen. Larry erfährt von dem schwerverletzten Co-Piloten Colin Perkins, dass er von Derry Cromfield niedergeschossen wurde, einem Verbrecher, der von Colins Großvater Sir Harold vor zwanzig Jahren hingerichtet wurde. Während Colin Perkins und Iwan Kunaritschew gemeinsam in eine nahegelegens Krankenhaus eingeliefert werden, beschließt Larry an dem mysteriösen Fall dranzubleiben. Unterstützung findet er in der Schauspielerin Silvia de Sorente, die mit dem Agenten sogleich Zimmer und Bett teilt. Larry besucht am nächsten Tag Sir Harold auf dessen Wohnsitz in der Nähe der Millionenstadt und erfährt von ihm, dass seine Enkelin Jane ihn bald besuchen kommen wollte. Larry entschließt sich zusammen mit dem ehemaligen Henker, auf dem Bahnhof die Ankunft der jungen Frau zu erwarten. Tatsächlich lässt sich der Mörder die Gelegenheit nicht entgehen, Jane zu ermorden. Aber ein engagierter Detektiv und der PSA-Agent können die Bluttat im letzten Moment vereiteln. Larry gelingt zudem ein Treffer aus der Laserwaffe, woraufhin sich ihm ein grauenhaftes Geheimnis offenbart: Der Mörder ist eine lebendige Wachsfigur, nahezu unbesiegbar….

Nahtlos schliesst dieser Roman an das zweite Abenteuer Larry Brents an und präsentiert in rasanter Satzfolge einen geradezu klassischen Gruselkrimi. Die Idee der lebenden Wachsfiguren war ja schon immer ein beliebtes Thema des Genres und der Hauch des Ungewissen, ob nicht doch Leben in diesen realistisch modellierten Gesellen steckt fasziniert immer noch Millionen von Menschen. Dass die Thematik noch lange nicht zum alten Eisen gehört beweist der Film „House of Wax“, welcher im vergangen Jahr, das Horror-Genre bereicherte. Im Bereich des Horror-Heftromans war Dan Shocker wohl der Erste der diese Spielart in einem Roman verarbeitet hat, und das in seinem unnachahmlich atmosphärischen Erzählstil. Die Lösung ist hierbei nicht gar so einfach wie man vermuten mag und als Leser ist man vom Anfang bis zum Ende hin gefangen von dieser unheimlichen Szenerie. Dabei verwendet der Autor wieder einmal klassische Begebenheiten und Schauplätze, die seit jeher für ein angenehmes Gruselambiente sorgen: Ein nebelverhangenes London mitten im November, ein düsterer Friedhof, ein englisches Herrenhaus und ein altes Wachsfigurenkabinett. In einer kleinen Nebenhandlung geht der Autor auch auf allzu eifrige Journalisten ein, die für eine gute Story einfach alles tun würden und sogar den Tod eines Menschen in Kauf nehmen würden, um die Auflage in die Höhe schnellen zu lassen. Hier kommt Nostalige pur auf und trotz seines Alters ist dieser Roman immer noch empfehlenswert und hat nichts von seinem Charme eingebüßt.

Zum Cover:

Die Wachsfigur Derry Cromfields hält ein neues Opfer in den Klauen. Lonatis Zeichenstil ist einfach wie geschaffen für die Abenteuer des PSA-Agenten und vom Cover der Romane einfach nicht mehr wegzudenken. Auch dieses Werk besticht durch sein einmalig gruselige Stimmung.

Florian Hilleberg

Im Jahre 1980 erblickte ich in Uelzen, einem kleinen malerischen Städtchen inmitten der Lüneburger Heide, das Licht der Welt.
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf unweit meiner Geburtsstadt. Sehr früh schon interessierten und faszinierten mich die dunklen Mythen, die Dämonen und Untoten – und bald hielt ich im zarten Alter von neun Jahren meinen ersten Gruselroman in der Hand.
Die „Vampir-Gespenster“ von Jason Dark läuteten eine wahre Lesesucht ein, in der ich sämtliche Sinclair-Romane verschlang, derer ich habhaft wurde. Alsbald folgten auch die Romane anderer Grusel- und Horrorautoren, sowohl im Bereich der Heftromane, als auch in dem der so genannten „seriösen“ Schriftsteller, die ihre Werke im Hardcover oder als Taschenbuch an den Leser bringen.
Durch die Vertonungen meiner Lieblingsserie „John Sinclair“ entdeckte ich schnell auch das Medium Hörspiele für mich, dem ich mich immer noch gerne zuwende.

Nach Abschluss der Realschule und einer erworbenen Fachhochschulreife führte mich mein Lebensweg in die Studentenstadt Göttingen, im Herzen Deutschlands, wo ich einige Semester Forstwirtschaft studierte. Eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger folgte im Anschluss.

Meine Tätigkeit als Rezensent begann mit der Bewertung von John-Sinclair-Romanen für die Internetseite www.gruselromane.de.
Als der BLITZ-Verlag die Serien des Autors Dan Shocker in Buchform neu auflegte und für „Larry Brent“ neue Romane schreiben ließ, war ich sofort Feuer und Flamme. So lernte ich Alisha Bionda kennen, die mir anbot für den Verlag die Bücher zu lesen und zu bewerten. Seit dem verfasse ich Rezensionen für LITERRA und Amazon.

Auch schriftstellerisch habe ich früh geübt und schon in der Grundschule am liebsten fantastische Aufsätze verfasst, in denen ich frei fabulieren konnte. Oft inspiriert von den Heftromanen der Serie JOHN SINCLAIR, für deren Sammler-Edition ich schließlich auch mehrere Kurzgeschichten schrieb, von denen insgesamt drei veröffentlicht wurden.

Mit Beginn meines Studiums und meines Umzugs nach Göttingen legte die Kreativität eine kleine Pause ein und erwachte erst wieder mit meiner Tätigkeit als Redakteur für LITERRA zu neuem Leben. Neben der Online-Vampir-Serie TOT & DURSTIG schrieb ich auch mehrere Kurzgeschichten für das Internetportal. Schließlich folgten die ersten Veröffentlichungen in Print-Form.

Mittlerweile schreibe ich regelmäßig für die Serien JOHN SINCLAIR und MADDRAX, sowie Hörspielskripte für das Label Saphir Tonart.