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Henry S. Whitehead (1882 – 1932)

Henry St. Clair Whitehead wurde am 5. März 1882 in Elizabeth, New Jersey, USA, geboren.

1890 zog die Familie näher an die Stadt New York heran, wo der junge Whitehead zur Schule ging. Danach studierte er zunächst an der “Columbia University” und danach an der “Harvard University”.
Das Studium musste er jedoch wegen zahlreicher Krankheiten des Öfteren unterbrechen.

1904 verließ er die Uni ohne Abschluss. Nach dem abgebrochenen Studium arbeitete Whitehead als Journalist und Schriftsteller und verkaufte 1905 seine ersten Erzählungen.

1909 schrieb er sich an der “Berkeley Divinity School” in Middletown, Connecticut, ein, studierte dort Theologie und wurde 1912 zum Diakon der “Episcopal Church”, einer amerikanischen Kirche, geweiht. Ein Jahr später erfolgte seine Priesterweihe.

Während seiner Tätigkeit als Priester ließ sich der unstete Whitehead sehr oft versetzen. Im Jahre 1921 u. a. auf die amerikanischen Virgin Islands.
weird_talesDiese Karibikinseln prägten Whiteheads literarisches Werk in starkem Maße und schufen den Hintergrund für seine unheimlichen Erzählungen, die bei den Lesern von “Weird Tales” sehr beliebt waren.
Doch auch dort blieb er nicht für immer. Whitehead wurde Eigentümer eines Sommerlagers für Jugendliche in Florida und Miteigentümer eines anderen.
Die Jugendarbeit schien ihm sehr viel Spaß gemacht zu machen. Den Sommer verbrachte er oft in Florida oder Neuengland und organisierte regelmäßig Ferienlager, wo er am Lagerfeuer seine unheimlichen Geschichten erzählte. Die Winter hingegen verlebte er zumeist in der Karibik.

In der Mai/Juni/Juli-Ausgabe des Jahres 1924 gab Henry S. Whitehead mit “Tea Leaves” sein Debüt im Pulp-Magazin “Weird Tales”.

Als 1925 in der Februar-Ausgabe von Weird Tales Whiteheads Erzählung “Sea Change” erschien, wurde H. P. Lovecraft auf den Autor aufmerksam. Und je mehr Lovecraft von Whitehead las, desto begeisterter war er.

Aber erst 1930 trat Lovecraft mit Whitehead in Kontakt, nachdem Bernard Dwyer ihm einige unveröffentlichte Manuskripte Whiteheads mit der Bitte zusandte, diese nach der Lektüre dem Autor zurückzuschicken.
Dies tat Lovecraft natürlich, und er fügte einige lobende Worte hinzu. Daraus entstand eine tiefe, von beiderseitigem Respekt durchdrungene Freundschaft zwischen den beiden Autoren.

Lovecraft schrieb zu Whitehead: “Whitehead ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten, denen ich je begegnet bin. Er ist die Großzügigkeit und Kameradschaftlichkeit in Person und besitzt eine gründliche Belesenheit, die ein Gespräch mit ihm zu einem unendlichen Vergnügen macht. Obwohl er Rektor der örtlichen Church of the Good Shepherd ist, hat er nichts verstaubt Klerikales an sich, sondern trägt Sportkleidung und flucht gelegentlich wie ein echter Kerl. Bigotterie und jede Art von Selbstgefälligkeit sind ihm vollkommen fremd.”

Henry S. Whitehead

Henry S. Whitehead

Dort arbeitete er als Rektor der “Church of the Good Shepherd”. Er lebte zusammen mit seinem alten Vater, zu dem er ein besonders herzliches Verhältnis hatte. Im selben Jahr, im November, gab er mit seiner Erzählung “Cassius” sein Debüt in “Strange Tales”.

1931 machten sich auch die Schatten einer Tropenkrankheit bemerkbar, die er sich zugezogen hatte.

Henry S. Whitehead starb am 23. November 1932 an den Folgen eines Sturzes in seinem Haus, der eine Gehirnblutung zur Folge hatte.

Erst nach seinem Tod erschienen die beiden Anthologien “Jumbee and Other Uncanny Tales” (1944) und “West India Lights” (1946) im Verlag Arkham.

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

1 Kommentar zu Henry S. Whitehead (1882 – 1932)

  1. Tobias ReckermannTobias Reckermann // 18. Juni 2017 um 11:23 // Antworten

    In der Edition Metzengerstein (Festa) und bei der Phantastischen Bibliothek (Suhrkamp) sind ja wenigstens Bücher in Übersetzung erschienen …

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