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Fright Night

Das Original

frEines Nachts beobachtet der 17-jährige Horrorfilmfan Charley Brewster (William Ragsdale) durch das Fenster seines Zimmers, wie sein neuer Nachbar Jerry Dandrige (Chris Sarandon) sich in einen Vampir verwandelt und eine Frau beißt.

Als er mit ansieht, wie Dandridge mit Hilfe seines Mitbewohners Billy Cole (Jonathan Stark) die Leiche entsorgen will, wird er entdeckt und flieht zurück in das Haus seiner Mutter.

Doch nun ist guter Rat teuer. Denn weder seine Mutter noch seine Freundin Amy (Amanda Bearse) und auch sein Kumpel Evil Ed (Stephen Geoffreys) glauben Charley kein Wort und halten ihn für verrückt. Auch die Einschaltung der Polizei ergibt leider nur, dass auch diese ihn für nicht ganz richtig im Kopf halten.

Als Charly danach im eigenen Haus vom Vampir Danbridge in seinem Zimmer angegriffen wird, kann er sich nur mit Mühe des Angriffs erwehren.

In der Not wendet er sich an den abgehalfterten Gruselfilmstar Peter Vincent (Roddy McDowall), der die Nachtshow Fright Night im Fernsehen moderiert und von dem Charly ein großer Fan ist.

Doch der glaubt Charley ebenfalls nicht. Als Charleys ‚Vampir-Wahn‘ immer schlimmer wird, greifen Amy und Ed zu einem Plan. Sie überreden Peter Vincent und Charleys Nachbar, ihn durch eine List von seinem Wahn zu befreien.

Zusammen mit Charley begeben sich Peter Vincent, Amy und Ed zum Haus von Charleys Nachbar. Dort trinkt der Vampir eine Phiole mit Wasser von der Charley annimmt, dass es Weihwasser ist. Als nichts passiert, denken alle, die Sache sei damit vorbei.

Doch da entdeckt der ungläubige Peter Vincent durch seinen Taschenspiegel, dass Jerry Dandridge kein Spiegelbild hat und somit ein Vampir sein muss. Doch nun ist der Vampir gewarnt, denn er findet – nachdem Peter Vincent und die anderen wieder sein Haus verlassen haben – ein Stück des zerbrochenen Spiegels, der Vincent vor Schreck über Erkenntnis aus der Hand gefallen ist.

Das erste Opfer von Danbridge wird Evil Ed, den er in einen Vampir verwandelt. Ed wird daraufhin zu Peter Vincent geschickt, um diesen zu töten. Doch der abgehalfterte Gruselfilmstar kann Evil Ed mit einem Kreuz vertreiben und will sich danach absetzen, weil er die Hosen gestrichen voll hat.

Unterdessen hat Dandridge Brewstes Freundin Amy in seine Gewalt gebracht. Charley Brewster eilt zu Peter Vincent und kann ihn überreden, ihm im Kampf gegen Dandbridge zu unterstützen und Amy aus den Klauen des Vampirs zu retten. Doch diese Aufgabe ist schwieriger als die beiden ‚Vampirjäger‘ gedacht haben.

Mit FRIGHT NIGHT gab TOM HOLLAND, der auch das Drehbuch zum Film schrieb, sein überzeugendes Regie-Debüt. Denn ihm gelang in geschickter Weise, das Gleichgewicht zwischen Horrorfilm und Horrorkomödie sowie Ernst und Witz zu halten ohne den Film ins Lächerliche oder ins Ekelhafte abzudriften.

Hinzu kommt die sehr gute Besetzung des Films. Hier sind vor allem RODDY McDOWALL als ängstlicher und abgehalfteter Horrorstar oder CHRIS SARANDON als Vampir Danbridge zu nennen.

Aber auch WILLIAM RAGSDALE als Charly Brewster gibt eine ausgezeichnete Darstellung als eingefleischter Horror- und Vampir- Fan ab, den alle für verrückt halten und keiner glaubt, dass sein Nachbar ein waschechter Vampir ist. Selbst seine Freundin Amy nicht.

FRIGHT NIGHT gewann 1985 hochverdient den SATURN AWARD in den Kategorien BESTER HORRORFILM, BESTER NEBENDARSTELLER (Roddy McDowall) sowie für das „BESTE DREHBUCH“ (Tom Holland).

FRIGHT NIGHT hat nicht ohne Grund Kultstatus erreicht und zählt wohl zu den besten Vampir- und Horrorfilmen, die in den 1980er Jahren gedreht wurden.

FRIGHT NIGHT spielte bei Produktionskosten von ca. 9 Millionen US-Dollar über 24,922,237 US-Dollar ein. Und war damit auch an den Kinokassen ein Erfolg, so dass 1988 mit MEIN NACHBAR, DER VAMPIR (Originaltitel: FRIGHT NIGHT II) eine Fortsetzung gedreht wurde, in dem wieder William Ragsdale als Charley Brewster sowie Roddy McDowell als Peter Vincent mit von der Partie waren.

Leider war FRIGHT NIGHT II an den Kinokassen kein Erfolg beschieden, obwohl der Film ebenfalls über eine Menge Potential verfügte. Doch trotzdem erlangte er wie sein Vorgänger – und das nicht ohne Grund – Kultstatus.

Denn auch heute noch heben sich die beiden FRIGHT NIGHT-Film gegenüber vielen anderen Horrorfilmen bzw. der üblichen Horrorkost, die man heutzutage vorgesetzt bekommt, weit ab.

Es wäre daher schön, wenn beide Filme mal wieder auf DVD erscheinen würden. Verdient hätten sie es!

DIE RABENSCHWARZE NACHT
Originaltitel Fright Night
USA 1985
Regie: Tom Holland
Drehbuch: Tom Holland
Darsteller
William Ragsdale als Charly Brewster
Chris Sarandon als Jerry Dandrige
Amanda Bearse als Amy Peterson
Roddy McDowall als Peter Vincent
Stephen Geoffreys als Ed Thompson
Jonathan Stark als Billy Cole
Dorothy Fielding als Judy Brewster
Länge: ca. 105 Minuten
FSK: Ab 16 Jahren
Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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