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Foster – Folge 5: Die Hexe

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Seit Foster und Jones für die Spezialabteilung SIDU (Secret Investigation and Defense Unit) arbeiten, gibt es ständig Probleme mit Kyle Jones, der u. a. auch nicht zur Ausbildung erscheint.
Jones vertritt außerdem die These, dass Fosters Erlebnisse mit den Dämonen etc. gar nicht wirklich passiert sind, sondern Foster durch die Einwirkung von Telekinese nur geglaubt hat, diese erlebt zu haben. Von dieser These ist Foster natürlich ganz und gar nicht begeistert.

Als Sandra Fisher den Müll wegbringen will, taucht plötzlich eine alte Frau im Treppenhaus auf, die anscheinend durchgedreht ist, und die junge Frau so erschreckt, dass sie panisch in ihre Wohnung flüchtet.
Als die alte Frau dann auch noch vor Sandras Wohnungstür erscheint und wild gegen die Tür klopft, ruft die junge Frau die Polizei. Als während des Anrufs ihr Nachbar Buck vor der ihrer Wohnungstür auftaucht, ist die alte Frau verschwunden.

Nachdem sich Sandra beruhigt hat, besucht sie am Abend ihren Nachbarn Buck. Bei dem Gespräch sieht Sandra plötzlich seltsame Visionen, die sie so erschreckt, dass sie auf die Straße läuft, und von einem Auto angefahren wird.

Durch den Anruf Sandras bei der Polizei, werden Foster und Jones auf den merkwürdigen Fall aufmerksam, die Sandra im Krankenhaus besuchen.

Nachdem die beiden Männer nach einem kurzen Gespräch das Krankenzimmer wieder verlassen, scheint Sandra einen Anfall von Besessenheit zu haben, den Jones mit seinem Handy aufnimmt. Foster ist danach überzeugt, dass die junge Frau besessen ist, was Jones allerdings vehement ablehnt.

Um mehr darüber rauszufinden, besucht Foster zusammen mit Jones Pater Gregory, dem er die Aufnahme zeigt.

Währenddessen greift Sandra Fisher eine Krankenschwester in ihrem Krankenzimmer an und tötet sie. Von der Krankenschwester bleibt nur noch Asche übrig. Danach flieht sie aus dem Krankenhaus und taucht bei ihrem Nachbarn Buck auf, den sie angreift. Sie führt ein Ritual an dem Mann durch, zieht Buck die Zähne und schneidet ihm ein Stück seiner Zunge ab.

Die DNA-Analyse ergibt, dass die Asche im Krankenzimmer von der verschwundenen Krankenschwester stammt. Daraufhin ruft Foster bei Sandras Nachbar an, der allerdings nicht weiß, dass er nicht mit Buck spricht, sondern mit Sandra, die durch das durchgeführte Ritual Bucks Stimme imitieren kann.

Am Abend benachrichtigt Foster Jones, dass Sandra wieder aufgetaucht ist, aber nur mit ihm reden will. Als die beiden Männer die Wohnung von Buck erreichen, steht die Wohnungstür offen. Im Inneren der Wohnung finden sie Sandra und die Leiche von Buck.

Plötzlich verwandelt sich Sandra, und wirft Foster aus dem Zimmer. Als Jones sich weigert, der neue Wirt des Dämons zu werden, verletzt das Wesen Sandras Körper immer und immer wieder.
Um das Leben der jungen Frau zu retten, ist Jones schließlich einverstanden, und geht auf den Vorschlag des Dämons ein.

Doch bevor der Dämon in dessen Körper eindringen kann, wird Jones von seiner toten Freundin Joyce gerettet, die plötzlich auftaucht. Sie erzählt Jones von einer Quelle aus der sie alles Wissen beziehen können, um die Schlacht gegen die Mächte der Finsternis zu führen.

Doch das Problem ist, dass sie diese Quelle erst einmal finden müssen. Und um diese Quelle zu erschließen, brauchen sie die Hilfe eines Dämons…

Mit der Folge „Die Hexe“ startet das zweite Buch (bzw. die zweiten Staffel) der Hörspielserie „Foster“, mit der Hörspielfans ohne Probleme und ohne Vorkenntnisse in die Serie einsteigen können.

Die Hörspielfolge „Die Hexe“ lässt mich persönlich allerdings etwas zwiespältig zurück. Auch weil sich weder Foster noch Kyle darin wirklich mit Ruhm bekleckern.
Insbesondere das Verhalten von Kyle Jones kann man auf weite Strecken nicht nachvollziehen. Denn der Mann will mit aller Gewalt beweisen, dass es weder Besessenheit, noch ähnliche Phänomene existieren.
Stattdessen stellt er einfach die These auf, das Sandra unter einer geistigen Störung leidet, und nicht besessen ist, sondern sich die merkwürdigen Dinge mit der alten Frau nur ‚eingebildet‘ hat. Was völlig aus der Luft gegriffen ist.
Dieses Verhalten von Kyle Jones ist nicht nur äußerst kontraproduktiv und unlogisch, sondern für Foster und Jones auch lebensgefährlich, da sie sich dadurch nie wirklich auf die tatsächliche Gefahr einstellen können, die von Sandras Besessenheit ausgeht.
Erst nach der Konfrontation mit dem Dämon, der Sandra besessen hat, und der Rettung durch seine tote Freundin Joyce, wird Kyle Jones endlich klar, dass Dämonen und dergleichen tatsächlich existieren, und er sich die ganze Zeit geirrt hat.

Mit „Die Hexe“ werden die Hörer zudem mit einer Menge von Informationen gefüttert. So erfahren die Hörer nicht nur einiges aus Vergangenheit von Kyle Jones, sondern es werden in der Hörspielfolge auch erneut die Lichtwesen erwähnt, die als die Beschützer der Menschen bezeichnet werden, die sich aber aufgrund der Grausamkeiten der Menschheit nach und nach zurückgezogen haben.

Nachdem nur ein Aschehaufen in einem Krankenzimmer gefunden wurde, ist es schon verwunderlich, dass der Profi Foster nicht umgehend Leute zu der Wohnung der vermissten Krankenschwester und zur Wohnung der verschwundenen Patientin Sandra Fisher schickt. Das wirkt etwas unrealistisch. Stattdessen ruft er nur bei Sandras Nachbar Buck an.

Doch halt, es fahren tatsächlich zwei Beamte der Polizei zu Sandras Wohnung. Aber erst nachdem die DNA-Analyse der Asche vorliegt, und man dadurch erfahren hat, dass die Asche von der Krankenschwester stammt.

Hinzu stellt sich die Frage, wie Sandra nun von dem Dämon besessen wurde. Reichte bereits das Auftauchen der alten Frau im Treppenhaus aus, wodurch der Dämon auf den neuen Wirt, also Sandra, überspringen konnte? Und wer war diese alte Frau? Ebenfalls eine Besessene? Oder doch nur eine dämonische Illusion?
Fragen über Fragen, die in der Hörspielfolge „Die Hexe“ nicht beantwortet bzw. geklärt wurden.

Foster
Folge 5: Die Hexe
Story, Buch und Regie: Oliver Döring
Sprecher
Thomas Nero Wolff als Foster
Gerrit Schmidt-Foß als Kyle Jones
Frank Schaff-Langhans als Rogers
Marco Göllner als Gregory
Lina Rabea Mohr als Sandra
Markus Pfeiffer als Buck
Label: Imaga
Laufzeit: 66 Minuten
Veröffentlichungstermin: 14. Oktober 2016
Ingo Löchel
Über Ingo Löchel (125 Artikel)
Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen. Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren. Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung. 2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten - Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends" (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden. Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag. Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“. 2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie "Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint. Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie "Frederik Darkstone" im Verlag Beyond Affinity. Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie "Erben des Blutes", die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.
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