Zwei glorreiche Halunken

1966. Der dritte Dollar. Dollar-Darling. My Dear! Sagt Quentin Tarantino. Yes, Sir! Sagt ein großer Rest der Welt. Dito. Und Sergio Leone sagt mit zufriedenem Blick gen Olymp, wer sein Großmeister ist: „Ich war schon immer der Ansicht, dass der größte Western-Autor aller Zeiten Homer ist. Achilles, Agamemnon und Ajax sind die Archetypen des heutigen … Weiterlesen Zwei glorreiche Halunken

Für ein paar Dollar mehr

Stechender Blick, Adlernase, die Gesichtszüge scharf geschnitten. Dunkle Eleganz, Maestro an der blank polierten Waffe. Ein Mann, der lächelt, ohne zu lächeln. Lee van Cleef ist der geheimnisvolle schwarze Ritter, der Edel-Schurke aus Leones Märchentruhe. Erstmalig sehen wir ihn in Für ein paar Dollar mehr (1965) als von Rache getriebenen Excolonel Mortimer, beim nächsten bleihaltigen … Weiterlesen Für ein paar Dollar mehr

Für eine Handvoll Dollar

Als Leones Per un Pugno di Dollari in das deutschen Kino kam, starb im Lichtspieltheater nebenan der Häuptling der Apachen. 1965 sah man man Winnetou III mit Pierre Brice und Lex Barker, Luis de Funés in Fantomas gegen Interpol, Heidi mit Almöhi Gustav Knuth, Der Unheimliche Mönch von Edgar Wallace und Jane Fonda als Cat Ballou … Weiterlesen Für eine Handvoll Dollar

Es war einmal … das ganz Große: Geburt eines Genres

1968 war noch nicht das Jahr meiner Wunder. Das kam zwölf Jahre später: Levi’s stonewashed, erster Tequila-Hochgesang und Abba mit I have a Dream auf dem Plattenteller. Und in den Schaukästen der alten Studio-Lichtburg hingen Plakate, die Männer in langen Mänteln zeigten. Fotos von einem bärtigen Kerl mit Mundharmonika zwischen den Zähnen. Nahaufnahmen von stahlblauen … Weiterlesen Es war einmal … das ganz Große: Geburt eines Genres

Patrick Bateman (American Psycho)

Da mordet jemand böse und blutig, und während man zuschaut, denkt man sich, dass das grundsätzlich kein Popcorn-Kino ist. Unmöglich, so was Qick-Banales bei American Psycho zu essen. Camembert auf Crackern wäre (noch) akzeptabel. Dazu Sekt. Zumindest Perrier, wenn es im Kopf klar bleiben soll. Kalt bleibt es eh. Verdammt kalt. Und das ist auch … Weiterlesen Patrick Bateman (American Psycho)

Die toten Augen von London

Finstere Nacht. Nasser Asphalt. Nebelschwaden über der Themse. Kahler Kopf. Bleiches Gesicht. Weiße Augäpfel. Andy Gerber. Der blinde Jack. Mein erster schwarzer Mann, der im Traum im Keller lauert. Die toten Augen von London haben bei mir, – seht mich mal als bezopfte Elfjährige -, tiefen Eindruck hinterlassen. Vor kurzem habe ich ein persönliches Exempel … Weiterlesen Die toten Augen von London

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