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Edgar Rice Burroughs

Edgar Rice Burroughs wurde am 1. September 1875 als Sohn des Fabrikanten und Bürgerkriegsveteranen George Tyler Burroughs in Chicago, Illinois, USA, geboren. Burroughs besuchte während seiner Kindheit und Jugend mehrere Privatschulen. Während der Grippe-Epidemie in Chicago verbrachte er 1891 ein halbes Jahr auf der Ranch seines Bruders in der Nähe des Raft River in Idaho.

edgargucktitNach Besuch der „Phillips Academy“ in Andover, ging Burroughs auf die „Michigan Military Academy“, wo er 1895 den Abschluss machte. Allerdings schaffte er danach nicht das Examen zum Eintritt nach West Point und kam schließlich zur 7. U. S. Kavallerie in Fort Grant im Arzona Territorium.

Nachdem ein Herzfehler bei ihm diagnostiziert worden war und Burroughs damit die Offizierslaufbahn aufgeben musste, wurde er 1897 vorzeitig aus der Armee entlassen.
Danach schlug sich Burroughs mit Gelegenheitsarbeiten durch und arbeitete bis 1899 auf der Ranch seines Bruders. Danach ging er zurück nach Chicago, wo er einen Job in der Firma seines Vaters fand. Vier Jahre später gab er diese Arbeit allerdings wieder auf und ging mit seiner Frau Emma Centennia Hulbert, die er 1900 geheiratet hatte, nach Idaho.

In Idaho kam er jedoch auf keinen grünen Zweig. Er versuchte sich erfolglos als Goldgräber und arbeitete danach als Eisenbahnpolizist in Salt Lake City. Doch auch diesem Job gab Burroughs wieder auf und zog mit seiner Frau wieder zurück nach Chicago, wo er eine Reihe von weiteren Gelegenheitsarbeiten annahm.

marsprinzEtwa zu Beginn der 1910er Jahre begann Burroughs mit dem Schreiben. Für seinen ersten Roman der vom Februar bis Juli 1912 als Fortsetzung unter dem Titel „Under the Moons of Mars” im “All-Story Magazine” erschien, erhielt er 400 Dollar. 1917 wurde der Roman unter dem Titel „A Princess of Mars” zum ersten Mal als Buch veröffentlicht.
Burrouhgs zweite Geschichte „The Outlaw of Torn” wurde vom Herausgeber des Magazins allerdings abgelehnt.

Der Erfolg für Edgar Rice Burroughs kam schließlich mit “Tarzan bei den Affen” (Tarzan of the Apes), der in der Oktoberausgabe des Jahres 1912 “All-Story Magazine” veröffentlicht worden war, der den Autor über Nacht berühmt machte. Zwei Jahre später erschien die Buchausgabe seines ersten Tarzan-Romans.

Aufgrund des großen Erfolges folgten die Tarzan – Romane

1913: The Return of Tarzan – Tarzans Rückkehr
1914: The Beasts Of Tarzan – Tarzans Tiere
1915: The Son of Tarzan – Tarzans Sohn
1915: Tarzan And The Jewels Of Opar – Tarzan und der Schatz von Opar
1916: Jungle Tales Of Tarzan – Tarzans Dschungelgeschichten
1918: Tarzan The Untamed – Tarzan der Ungezähmte
tarzedSchlag auf Schlag. Insgesamt schrieb Edgar Rice Burroughs bis zu seinem Tode zwei Dutzend Tarzan-Romane.

1914 erschien im „All-Story Weekly Magazine“ mit „At the Earth’s Core” der erste Roman seines erfolgreichen PELLUCIDAR-Zyklus als Fortsetzung, dem bereits ein Jahr später mit “Pellucidar” die erste Fortsetzung im „All-Story Cavalier Weekly”-Magazin folgte.

Der PELLUCIDAR-Zyklus basiert auf der Idee, das unter der Erdkruste ein Hohlraum existiert, der von verschiedenen Lebewesen bewohnt ist und von einer Miniatursonne erhellt wird.
Der Held des Romane ist David Innes, der sich zusammen mit seinem Freund Abner Perry, der einen mechanischen Maulwurf konstruiert hat, zu einer Reise ins Erdinnere aufmacht um so an neue Lagerstätten von Anthrazitkohle zu kommen. Durch einen Konstruktionsfehler sind sie jedoch nicht in der Lage, mit ihrem Bohrer die Richtung zu wechseln, so dass sie sich 500 Meilen tief durch die Erdkruste bohren. Dort stoßen sie plötzlich auf eine phantastische Welt voller prähistorischen Lebens.

1922 erschien „At the Earth’s Core” zum ersten Mal in Buchform. Erst 1929 ließ Burroughs den dritten Teil “Tanar of Pellucidar” folgen, der diesmal im „Blue Book Magazine“ erschien. Gleich im Anschluss folgte mit „Tarzan am Mittelpunkt der Erde” (Tarzan at the Earth’s Core eine Fortsetzung, die gleichzeitig auch den Tarzan-Zyklus fortsetzte und beide Welten miteinander verknüpfte.

1937 folgte im „Argosy Weekly-Magazine” mit “Back to the Stone Age”, der fünfte Teil des Zyklus. Fünf Jahr später erschienen vier Pellucidar-Kurzgeschichten, von denen „Die Rückkehr nach Pellucidar” (Return to Pellucidar”, Menschen aus der Bronzezeit (Men of the Bronze Age) sowie “Das Tigermädchen” (Tiger-Girl) im Pulp-Magazin “Amazing Stories Quaterly” veröffentlicht wurden. Alle vier Geschichten wurden erst 1963 in Buchform gemeinsam unter dem Titel “Savage Pellucidar” veröffentlicht.

1944 schrieb Burroughs mit “Land des Schreckens” (Land of Terror) den sechsten und letzten Teil des Pellucidar-Zyklus.

1917 erschien unter dem neuen Titel „Die Prinzessin vom Mars” Burroughs erster MARS-Roman zum ersten Mal in Buchform. Ein Jahr später folgte mit „Göttn des Mars (The Gods of Mars) die Fortsetzung sowie 1919 mit “Der Kriegsherr des Mars (The Warlord of Mars) der dritte Roman des Zyklus.
Der sogenannte BARSOOM-Zyklus entwickelte sich neben den Tarzan-Romanen zu den bekanntesten und beliebtesten Werken von Burroughs.

1918 wurden mit “Die vergessene Welt” (The Land That Time Forgot), “Im vergessenen Land” (The People That Time Forgot” sowie “Flucht aus dem vergessenen Land” (Out of Time’s Abyss) in kurzer Folge die drei Romane seiner beliebten CASPAK-Trilogie im „Blue Book Magazine” veröffentlicht. Sechs Jahre später erfolgte die Buchausgabe der Trilogie.

Erzählt wird darin die Geschichte einer U-Boot-Besatzung, die während des Ersten Weltkriegs auf eine geheimnisvolle Insel namens Caprona stößt, die von ihren Bewohnern Caspak genannt wird. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
Schon am Anfang trifft die Besatzung des U-Bootes auf diverse Dinosaurier und andere prähistorische Tiere. Bei der Erkundung des Landes begegnet man, je weiter man vordringt, auch immer höher entwickelten Lebensformen.
Doch schon bald muss die Besatzung des U-Bootes feststellen, dass das Leben auf Caprona anders ist als auf der übrigen Welt.

1957 wurde der Stoff unter dem Titel „Der Flug zur Hölle (The Land Unknown) erstmalig verfilmt. 1975 und 1977 folgten die sehr viel bekannteren, Verfilmungen “Caprona – Das vergessene Land (The Land That Time Forgot) sowie “Caprona II – Verschollen im Eis (The People That Time Forgot).

1923 gründete Burroughs seine eigene Firma, die „Edgar Rice Burroughs Inc.“ und begann in den 1930er Jahren dort auch seine eigenen Bücher zu drucken.
Im selben Jahr erschien der erste Roman seiner Mond-Trilogie: „The Moon Maid”
in mehreren Fortsetzungen im „Argosy All-Story Magazine”.
Zwei Jahr später erschienen die beiden Fortsetzungen „The Moon Men” und “The Red Hawk”. 1926 wurden die ersten Buchausgaben der Trilogie veröffentlicht.

Neben Science Fiction und Fantasy-Geschichten schrieb Burroughs auch historische Romane und Western-Romane.

Einen Sonderplatz in Burroughs Schaffen nehmen dabei seine beiden Bücher um den Apachenhäuptling SHOZ DIJIJI ein, in denen sich Burroughs erstmalig in der amerikanischen Literatur bemühte, ein realistisches Bild der Apachen zu zeichnen.

Der Roman „The War Chief“ erschien 1927 in mehreren Fortsetzungen im „All-Story-Magazin“. Anfang der 1930er Jahre folgte die Fortsetzung „Apache Devil“.

1932 wurde im Pulp-Magazin „Argosy“ mit „Piraten der Venus” (Pirates of Venus), der erste Roman seines VENUS-Zyklus, der Ähnlichkeiten mit seinem Mars-Zyklus aufweist, veröffentlicht. Zwei Jahre später erschien die Buchausgabe des Romans.

Der amerikanischen Astronaut Carson Napier, der eigentlich zum Mars fliegen will, wird durch die vorher nicht bedachte Anziehungskraft des Mondes aus dem Kurs geworfen und zerschellt mit seiner Rakete einige Zeit später auf der Venus, die von ihren Bewohnern Amtor genannt wird.
Carson Napier überlebt den Absturz, findet sich aber in einer gefährlichen Welt wieder, in der ein Leben nicht viel zählt und sich fast alle Venusbewohner gegenseitig bekämpfen.

Das erste Abenteuer mit Carson Napier war so erfolgreich, das Burroughs der Versuchung nicht widerstehen konnte, weitere Romane der Serie zu schreiben. So erschien bereits 1933 in „Argosy“ mit “Verschollen auf der Venus” (Lost on Venus” die Fortsetzung, deren erste Buchausgabe zwei Jahre später erschien.

Erst 1938 wurde im „Argosy Weekly-Magazin“ mit “Krieg auf der Venus” (Carson of Venus), die dritte Folge veröffentlicht, die im Folgejahr in Buchform herausgegeben wurde.

1941 folgten drei kürzere VENUS-Erzählungen, “Sklaven der Fischmenschen” (Slaves of the Fish Men), “Göttin des Feuers” (Goddess of Fire) und “Der lebende Tod” (The Living Dead) sowie 1942 die Erzählung “Krieg auf der Venus” (War on Venus), die alle im „Fantastic Adventures“-Magazin erschienen, und die 1946 unter dem Titel „Odyssee auf der Venus” (Escape on Venus) in Buchform veröffentlicht wurden. 1964 folgte mit „The Wizard of Venus“ noch eine weitere, bis dahin unveröffentlichte Geschichte.

In den frühen 1930er Jahren wurden Burroughs schriftstellerische Erfolge immer mehr von privaten Problemen überschattet.
1934 ließ er sich von seiner Frau Emma scheiden und heiratete ein Jahr später die Schauspielerin Florence Gilbert Dearholt, die Ex-Frau seines Freundes Ashton Dearholt, und adoptierte deren beider Kinder. Die Ehe mit Florence wurde allerdings bereits 1942 wieder geschieden.

Nach der Bombardierung von Pearl Harbor begab sich Burroughs 1941 als Reporter nach Hawaii und war damit der älteste Kriegsreporter während des Zweiten Weltkrieges. Nach dem Krieg zog er nach Enrico, Kalifornien, wo er nach mehreren gesundheitlichen Problemen am 19. März 1950 an einem Herzinfarkt verstarb.

Edgar Rice Burroughs beeinflusste durch seine Werke u. a. Autoren wie Otis Adelbert Kline (Mars- und Venus-Abenteuer), Leigh Bracketts (Eric John Stark, angesiedelt auf dem Mars und auf der Venus) sowie auch die Dray Prescot-Saga von Kenneth Bulmer.

Bibliographie

marsBarsoom-/Mars-Zyklus
A Princess of Mars/Under the Moons of Mars (1912)
The Gods of Mars (1913)
The Warlord of Mars (1914)
Thuvia, Maid of Mars (1916)
The Chessmen of Mars (1922)
The Master Mind of Mars (1928)
A Fighting Man of Mars (1931)
Swords of Mars (1936)
Synthetic Men of Mars (1940)
John Carter and the Giant of Mars(1940)
Skeleton Men of Jupiter (1942)
Llana of Gathol (1948)
John Carter of Mars (1964)

Tarzan-Zyklus
liane1912: Tarzan Of The Apes (Tarzan bei den Affen)
1913: The Return of Tarzan (Tarzans Rückkehr)
1914: The Beasts Of Tarzan (Tarzans Tiere)
1915: The Son of Tarzan (Tarzans Sohn)
1915: Tarzan And The Jewels Of Opar (Tarzan und der Schatz von Opar)
1916: Jungle Tales Of Tarzan (Tarzans Dschungelgeschichten)
1918: Tarzan The Untamed (Tarzan der Ungezähmte)
1920: Tarzan The Terrible (Tarzan der Schreckliche)
1922: Tarzan and the Golden Lion (Tarzan und der goldene Löwe )
1923: Tarzan and the Ant Men Tarzan und die Ameisenmenschen)
1927: The Tarzan Twins
1927: Tarzan, Lord of the Jungle (Tarzan, Herr des Dschungels)
1928: Tarzan and the Lost Empire (Tarzan und das verschollene Reich )
1929: Tarzan at the Earth’s Core (Tarzan am Mittelpunkt der Erde)
1930: Tarzan the Invincible (Tarzan der Unbesiegbare )
1931: Tarzan Triumphant (Tarzan triumphiert)
1932: Tarzan and the Leopard Men (Tarzan und die Leopardenmenschen)
1932: Tarzan and the City of Gold Tarzan und die goldene Stadt )
1933: Tarzan and the Lion-Man (Tarzan und die Löwenmenschen)
1935: Tarzan’s Quest (Tarzan in der Welt des Wunders)
1936: Tarzan the Magnificent (Tarzan im Land des Schreckens)
1937: Tarzan and the Forbidden City

1940: Tarzan and the Castaways
1940 Tarzan and the Champion
1940 Murder in the Jungle
1940 The Quest of Tarzan (Die Suche von Tarzan)
1944: Tarzan and the Foreign
1959: Tarzan, the Ape Man (Tarzan, der Herr des Urwalds)
1964: Tarzan and the Madman

Pelllucidar-Zyklus
1914: At the Earth’s Core
1915: Pellucidar
1929: Tanar of Pellucidar
1929: Tarzan at the Earth’s Core
1937: Back to the Stone Age
1944: Land of Terror
1963: Savage Pellucidar (4 Kurzgeschichten)

Caspak-Trilogie
1918: The Land That Time Forgot
1918: The People That Time Forgot
1918: Out of Time’s Abyss

Venus-Zyklus
1932: Pirates of Venus
1933: Lost on Venus
1938: Carson of Venus
1946: Escape on Venus (4 Kurzgeschichten)
1964: The Wizard of Venus

Mond – Trilogie
1923: The Moon Maid
1925: The Moon Men
1925: The Red Hawk

Shoz Dijiji
The War Chief (1927)
Apache Devil (1933)

Andere Science Fiction Werke
The Lost Continent/Beyond Thiry (1916)
The Monster Men (1929)
Beyond the Farthest Star (1941)

Dschungel-Romane
The Cave Girl (1925)
The Eternal Savage (1925)
The Lad and the Lion (1938)
The Land of Hidden Men/Jungle Girl (1932)
The Man Eater (1935)

Western-Romane
The Bandit of Hell’s Bend (1926)
The Deputy Sheriff of Comanche County (1940)

Historische Romane
I am a Barbarian (1967)
The Outlaw of Torn (1927)

Sonstige Werke
The Girl from Farris’s (1916)
The Efficiency Expert (1921)
The Girl from Hollywood (1923)
The Mad King (1926)
The Mucker (1921)
The Oakdale Affair (1917)
Pirate Blood (1970)
The Return of the Mucker (1921)
The Rider (1937)

 

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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