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E.R. Eddison

1882 - 1945

eddisonEric Rucker Eddison wurde am 24. November 1882 in Adel, Yorkshire, England geboren.
Schon als Kind interessierte er sich brennend für die nordischen Sagen. Seine Begeisterung war so groß, dass er Isländisch lernte, um die Sagas im Original lesen zu können. Außerdem sprach Eddison Griechisch, Latein und Französisch.

1908 heiratete er Winfried Grace Henderson, mit der er bis zu seinem Tode glücklich zusammen lebte. Dieser Verbindung entsprang eine Tochter: Jean.

Eddison war wohl eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten der Fantasy- Literatur. Er war Staatsbeamter und galt als ein typischer Bürokrat. Zur Arbeit ging er stets mit Melone und zusammengerolltem Schirm.
Außerdem war voll mit kleinen und größeren Abneigungen. So konnte er es gar nicht leiden, wenn Frauen kurze Haare trugen. Seiner Frau hatte er ausdrücklich verboten, sich ihr Haar kürzen zu lassen.
Zeit seines Lebens war Eddison zudem ein hoffnungsloser Romantiker, der viel lieber zu Zeiten Elisabeths oder in Homers Griechenland gelebt hätte.

wurm1922 wurde sein Fantasy-Roman THE WORM OUROBOROS (Der Wurm Ouroboros) in einer aufwendigen Liebhaberausgabe veröffentlicht. Viele Fantasy-Fans betrachten dieses Werk noch heute als einer der besten des ganzen Genres.

„Dieses Buch ist ein völlig für sich stehendes, originelles Werk der Literatur (wenn auch von Sagas beeinflusst) und für meinen Geschmack der Höhepunkt dieser ganzen Untergattung der phantastischen Literatur.“ (Franz Rottensteiner)

Der Erfolg des Buches DER WURM OUROBOROS stellte sich allerdings erst in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein, als Tolkien und Howard zu Bestseller-Autoren wurden.

„In einer durch und durch phantastischen Welt Merkur, die mit dem Planeten dieses Namens nichts gemein hat, tragen grandiose Rittergestalten einen epischen Kampf aus: Lord Juss, Goldry Bluszco und Spitfire, drei Brüder aus dem Dämonenland, streiten mit ihrem Vetter Brandoch gegen die Herren des Hexenlandes.
Das Buch steckt voller Heldentaten und mitreißender Rhetorik, und nach dem Sieg über das Hexenland beginnt die ganze Geschichte wieder von vorn.“ (Franz Rottensteiner)

1924 wurde Eddison den „Orden of St. Michael and St. George“ aufgenommen. Fünf Jahre später folgte die Aufnahme in den Bath-Orden.

Nach dem Roman THE WORM OUROBOROS folgte 1926 der historische Roman STYRBORN THE STRONG, der zur Zeit der Wikinger spielt, in den Eddison einige der alten skandinavischen Sagen hineinverwoben hatte. 1930 übersetzte er die EGILS SAGA ins Englische.

Recht eindrucksvoll ist auch Eddisons ZIMIAMVIAN-Trilogie. Die ersten beiden Bände MISTRESS OF MISTRESSES (1935) und A FISH DINNER IN MEMISON (1941) erschienen noch vor seinem Tod.
Der Abschlussband der Trilogie, THE MEZENTIAN GATE, konnte er allerdings nicht mehr vollenden und wurde 1958 posthum veröffentlicht. Eric Rucker Eddison verstarb am 18. August 1945 in Marlborough, Wiltshire.

Die Fantasy-Werke von Eric Rucker Eddison, also DER WURM OUROBOROS und die ZIMIAMVIAN-Trilogie, erschienen in Deutschland in den 1980er Jahren im Heyne Verlag.
In den 1990er Jahren erlebte der Fantasy-Roman DER WURM OUROBOROS eine Neuveröffentlichung im Bastei Lübbe Verlag.

Bibliographie
1916
Poems, Letters, and Memories of Philip Sidney Nairn
1922
The Worm Ouroboros (Der Wurm Ouroboros)
1926
Styrbiorn the Strong (Stybjörn, der Starke)
1930
Egil’s Saga
1935
Mistress of Mistresses (Die Herrin Zimiamvias)
1941
A Fish Dinner in Memison (Ein Fischessen in Memison)
1958
The Mezentian Gate (Das Tor des Mezentius)
Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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