Die Maschinen in den Pflanzen

Dann riß ich die zentnerschwere Last von den Wolken und bedeckte mein Haupt mit dem Dickicht der Triefen. Ich überlebte vage an den Strecken dunkler Bahnen; auf das Eisen gedrückt erlauscht mein Ohr einen neuen Tag. Wird er kommen, wird er fallen, er wird fallen, wie er kam.

Unter dem Laub spürte ich die fremden Vibrationen; etwas tastete sich durch den Morast und war nicht mehr weit entfernt. Es wäre töricht gewesen, jetzt die Schritte zu beschleunigen, jetzt den Standort zu wechseln. Niemand durfte es wagen, den Pflanzen ihren Tanz vorzuschreiben. Die mächtigen Walzen in ihrem Innern gerieten in Bewegung. Sie schüttelten den Staub von ihren Achsen und klangen wie ein Echo in einem unendlich großen Raum. Ich aber stand hier und dachte an eine Transportmöglichkeit aus diesem Jenseits heraus. Es sind die letzten Züge, die aus dem Höllennebel brechen. Sobald man sie sieht, werfen sie glitzernden Sand von sich. Millionenfach spiegelt sich das eigene Gesicht in den wild wirbelnden Spiegeln. Der Vorgang des Erblindens reizt die Maschinen in den Pflanzen, sich noch weiter zu beschleunigen. Sie wachsen heran und stinken nach Zunder.

Könnte dies der Startschuss sein in eine neue und ausgeklügelte Welt, die nicht von grauen Gebäuden dominiert wird? Sollte ich besser meine Hände in den Taschen lassen, um kein Angriffsziel zu bieten für Geräusche, die sich auf noch so kleine Lichtpunkte spezialisiert haben?
Es wäre ein großes Ärgernis, jetzt zu verenden.

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