Die Angst erwacht im Todesschloß

Englische Spukschlösser sind weltweit bekannt und beliebt, und solch ein schauriges Gemäuer scheint die Behausung des Duke of Huntingdon zu sein. Nur sorgt der dortige Spuk nicht nur für den wohligen Schauer, sondern ihm fallen auch mehrere Menschenleben zum Opfer. Zehn Besucher des Schlosses haben bereits den Tod gefunden, doch die örtliche Polizei konnte in den zahlreichen alten Räumen keine Spur des unheimlichen Mörders finden. Der Duke und seine beiden Töchter wissen augenscheinlich mehr über die schrecklichen Ereignisse, doch sie schweigen beharrlich.
Als eines Nachts Harry Banning; der Verlobte der Nichte des Dukes Ellen Shalling; von dem Geist des längst verstorbenen Edward of Huntingdon ermordet wird und die junge Frau selbst spurlos verschwindet, kommen einige Dinge ins rollen.

Larry Brent ist mittlerweile durch die harte Schule der PSA-Ausbildung gegangen und sieht sich plötzlich mit einer lebensgefährlichen Situation konfrontiert. Man will aus ihm das Geheimnis seines neuen Arbeitgebers herauspressen. Dazu sind den unbekannten Hintermännern alle Mittel recht, von Folter bis zum eiskalten Mord. Larry kann in letzter Minute sein Leben retten und muss überrascht feststellen, dass er damit seine finale und entscheidende Abschlussprüfung bestanden hat. Er bekommt seinen neuen Titel, X-RAY-3, erhält seine PSA-Ausrüstung und ein eigenes Büro in der PSA-Zentrale unter dem Lokal „Tavern on the Green“. Gleichzeitig lernt auch seinen späteren Busenfreund und Kampfgefährten Iwan Kunaritschew kennen.

X-RAY-3 wird umgehend auf seinen ersten Fall angesetzt: die seltsamen Ereignisse in dem englischen Todesschloss. Scotland Yard hat mittlerweile ein Amulett der verschwundenen Ellen Shalling gefunden, welches einen eindeutigen Hinweis darauf gibt, dass die entscheidende Lösung in dem geheimnisumwitterten Gemäuer zu finden sein muss. Larry macht sich sofort auf den Weg nach England, um dort gleich mit einem Anschlag auf sein Leben konfrontiert zu werden. Sein Einsatz ist anscheinend nicht unbemerkt geblieben. Als der frischgebackene PSA-Agent endlich durch die Gänge des Spukschlosses schleicht, dabei Stück für Stück das Rätsel um die Geistererscheinungen und die Morde aufdeckt, haben die gewissenlosen Dunkelmänner bereits seinen Tod beschlossen – und sie sind dem Eindringling immer einen Schritt voraus …

Als Konsequenz seiner Bekanntschaft mit der PSA nach den Ereignissen in Frankreich, bekommt Larry nun den letzten Schliff zum PSA-Agenten und tritt als X-RAY-3 seinen Dienst an. Sein erster wirklicher Fall ist eine klassische Gruselmär – eine unheimliche Geisterjagd in einem düsteren englischen Spukschloss. Großartige Atmosphäre und die gelungenen typischen Gruselelemente eingebettet in einer passenden Umgebung bieten dem Leser alles, was eine gute Spukgeschichte braucht. Da haben wir ein nebelgeschwängertes Moor, den ruhelosen mordenden Geist eines adligen Urahnen, beklemmende staubige Gemächer angefüllt mit alten Ritterrüstungen, Gemälden, Geheimgängen und seltsamen Geräuschen.

Inmitten dieser Szenerie bettet sich eine verzwickte Kriminalgeschichte mit einigen wirklich bösen Buben, wie man sie stellenweise von dem guten alten Edgar Wallace kennt. Der arme Larry wird wirklich bis zur Schmerzgrenze in Mitleidenschaft gezogen, während er verzweifelt versucht, seine unsichtbaren Gegner zu fassen zu bekommen. Hinter jeder Mauernische scheint der Nächste zu stecken, der dem Agenten ans Leben will. Zum Glück tritt auch sein neuer Freund Iwan Kunaritschew auf den Plan, um seinen Kampfgenossen tatkräftig zu unterstützen.
Zusammengefasst wieder mal ein absolutes Highlight der gesamten Serie, an dem einfach alles stimmt

[stextbox id=’info‘]Besonderheiten:
Larry wird X-RAY-3, erhält seine PSA-Ausrüstung und sein Büro in der PSA-Zentrale.

Larry lernt Iwan Kunaritschew alias X-RAY-7 kennen, sowie dessen Trinkfestigkeit und Tabak-Vorlieben. [/stextbox]

 

Zum Cover:

Ein Lonati-Klassiker. Ellen Shalling wird von dem Geist des Edward of Huntingdon angegriffen, nachdem dieser bereits ihren Verlobten enthauptet hat. Die Atmosphäre der Geschichte wird fabelhaft wiedergegeben. Interessant finde ich den „Sonnenstrahl“, der auf die Rüstung trifft. Ein versteckter Hinweis auf die Lösung des Rätsels?

Björn Kühlen

Björn Kühlen

Im April 1975 muss es gewesen, als ich das erste Mal die Augen öffnete – und was ich damals zu sehen bekam, finde ich heute noch faszinierend, es inspiriert mich. Ziemlich früh griff ich auch nach den ersten Büchern, die keine Bilder hatten, nur hielt ich diese Schinken zuerst verkehrt herum, zumindest solange, bis mir das Lesen etwas geläufiger wurde. Von diesen Tagen an wurde alles verschlungen, was mich irgendwie fesseln konnte – sei es Krimi, Grusel, Abenteuer oder oder oder … Weil das bald nicht mehr ausreichte, griff ich irgendwann selbst zu Kugelschreiber und Papier, um meinen eigenen literarischen Bedürfnissen und Impulsen freien Lauf zu lassen. Eine riesengroße Kiste mit mehr oder weniger abgeschlossenen Geschichten jeglicher Art zeugt von dieser Zeit. Nach einigen Jahren eröffnete sich eine andere kreative Seite – die Musik. Die Krimis, Horror-und Abenteuergeschichten wurden durch zahlreiche Songtexte ersetzt – der Kugelschreiber wurde zunehmend zur Gitarre. Doch das Schreiben ist nicht verloren oder vergessen … derzeit sammle ich unentwegt die Inspiration und warte auf den richtigen Moment, an dem ich letztendlich wieder losschreiben werde, um neue Geschichten zu Papier zu bringen, vielleicht mein erstes Buch zu verfassen … lange kann es nicht mehr dauern! Björn Kühlen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um einen Kommentar zu verfassen, müssen Sie mit den Datenschutzbedingungen einverstanden sein.