Der Mann im Regen

 

Ein Mann läuft im Regen herum, zwischen Hammerschlägen der Dunkelheit eingefasst. Alles ist vage, der Nebel ist vage und schwarz. Tropfen fallen seitwärts aus der Öffnung, vorgesehen, der Zukunft zu entkommen. Andere Schritte gibt es nicht, nicht jene, die lautlos schleichen, auch nicht jene, die auf dem Tablett geliefert werden, auf dem er Nahrung zu sich nimmt wie Licht.

Die Stadt mehrt sich durch Spiegelung, schließt nahtlos dort an, wo alles endete, wo jetzt eine ausgeweidete Tanne auf ihre Beerdigung wartet, Luftschlangen sich tarnen als Tang. Die Lippen sind fürchterlich anzusehen, geöffnet in einen stillen Bereich hinein; dort kam es niemals zu einer Begegnung zwischen dem Wunsch, das Richtige zu tun, und dem Taxifahrer, der den Pfützen ausweicht, der die Welt aus Bilderbüchern kennt, deren Texte ausradiert wurden, um damit anzudeuten, es sei egal. Ein Verbündeter der Schnecken und der Lokomotiven. Im abgestorbenen Gras vergnügen sich die Mücken damit, einen Kadaver zu besiedeln, eine neue Metropole aus dem Nichts oder aus einem gebrochenen Schädel heraus. Es wird Zeit, eine Pause zu machen, den Hut zu wechseln, die Schuhe allein weiter gehen zu lassen. Der eigene Schatten überfällt dich in einer unbelebten Seitenstraße dieser Welt. Ein Klingelschild lässt ahnen, wer einst hier sein Domizil suchte, dann aber doch nicht einzog. Der Blitzableiter am Bett wehrt manche Träume ergebnislos ab. Es regnet hier in der Küche durch das Loch im Kamin. Schwarze Tropfen, die du als Tinte verwenden wirst, wenn du eines Tages aufschreibst, was das alles soll.

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