Das Jahr des Königs

2018 wird das Jahr sein, in dem es die meisten Filmadaptionen des reichen King-Gesamtwerkes geben wird. Nahezu jede seiner Arbeiten ist mittlerweile in den Händen der Produzenten. Das könnte den geneigten King-Fan an und für sich freudig stimmen, dem echten Kenner jedoch wird es übel aufstoßen, wenn man bedenkt, wie wenig King-Filme auch nur als halbwegs erträglich durchgehen.

In dieser zweifelhaften Angelegenheit gibt es jedoch ein Projekt, das Hoffnung aufkeimen lässt, und nicht nur das: es wird sogar als das interessanteste Projekt der florierenden Serienwelt in den letzten zehn Jahren kolportiert, das sogar Stranger Things auf die Plätze verweisen könnte. Die Rede ist von Castle Rock, einer Anthologieserie, der King zusammen mit keinem Geringeren als J. J. Abrams als ausführender Produzent zur Seite steht (wobei – und das könnte sich bereits als falsch herausstellen, King überhaupt nichts von seiner Beteiligung weiß, wie er kürzlich in einem Interview verlauten liess):

Ich tappe genauso im Dunkeln wie jeder andere. Ich weiss überhaupt nichts darüber, aber ich hoffe, dass es sich gut entwickelt. Das ist aber typisch J. J.. Da gab es nichts in der Presse und sonstwo zu sehen.

Nun, das hat sich aktuell durchaus geändert. Der erste Trailer kursiert seit einer Weile im Netz.

Bereits im Februar 2017 kündigte J. J. Abrams eine neue Serie für Hulu an, die stark von Kings enorm miteinander verbundener Welt inspiriert sein würde, und die in der dem Fan vertrauten Umgebung von Castle Rock angesiedelt ist, allerdings mit abweichenden Details. Irgendwann 2018 soll diese Serie dann ausgestrahlt werden.

Dustin Thomason, der Schöpfer der Serie, beschrieb sie als eine originelle Geschichte, die den Ton der Bücher Kings einfangen wird und die Erzählung wird sich so anfühlen, als ob sie von ihm selbst stammt. Die Crew hüllt sich bisher in Schweigen und der Trailer selbst bietet nur flüchtige Einblicke in die heruntergekommene Stadt, zeigt aber jetzt schon viele Anspielungen, die dem Kingleser bekannt sein sollten.

Besonders hervorzuheben ist eine Referenz: Shawshank Prison. Wie gesagt, hielt sich die Crew sehr damit zurück, worum es in der ersten Staffel gehen könnte, aber es war dann doch zu erfahren, dass Andre Hollands Figur in seine Heimat Castle Rock zurückkehren wird. Das Gefängnis stammt aus einer der bekanntesten Adaptionen von Kings Werken, die bis heute als die beste gilt, The Shawshank Redemption (Die Verurteilten), die einem Gefangenen namens Red folgt, der wegen des Mordes an seiner Frau inhaftiert ist.

Was auch immer die Geschichte für die erste Staffel sein mag, sie wird in sich geschlossen sein, so der Schauspieler Bill Skarsgaard, der verriet, dass es ein definitives Ende geben wird. Die beiden Mitproduzenten Thomason und Sam Shaw sagten, dass es sich also definitiv um eine Anthologieserie handelt und dass Staffel 2 eine vollständig neue Geschichte transportieren wird.

Und das ist der eigentliche Punkt.

Die Fernsehwelt könnte leicht eine Anthologie-Serie vertragen, die vereinzelt auf Stephen King’s Romanen basiert, aber eine eigene Geschichte in diese Welt zu setzen ist etwas völlig Neues. Das gibt den Schöpfern der Serie einige einzigartige Vorteile: Sie haben freie Hand, um eine Geschichte in einem etablierten Universum zu erzählen, während sie gleichzeitig einige der Fallstricke vermeiden können, die es natürlich mit sich bringt, dem Originalmaterial gerecht zu werden.

https://www.youtube.com/watch?v=K3U7Z94NHgg

Staff

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