Dorothy Gale (Der Zauberer von Oz)

Dorothy Gale
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen

Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 109: Dorothy Gale (Wir sind nicht mehr in Kansas)
byMEP

Ob man nun durch das originale Kinderbuch von L. Frank Baum aus dem Jahr 1900 oder durch die Verfilmung mit Judy Garland aus dem Jahr 1939 zur Geschichte kam, Der Zauberer von Oz ist Teil eines gemeinsamen emotionalen Eigentums geworden, das sich tief in der kollektiven persönlichen und kulturellen Psyche verankert hat. Jüngst haben Filmwissenschaftler aus einer groß angelegten Studie die Erkenntnis gewonnen, dass besagter Film der einflussreichste aller Zeiten ist. Das mag das deutsche Publikum etwas staunen lassen, denn hierzulande kennt man Dorothy Gale zwar auch, hält das Phänomen aber wohl für ein rein amerikanisches. Und das stimmt eben nicht. Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben unvergessliche Verbindungen zu dieser Erzählung voller Wunder, Gefahren, Freundschaft und Gegenspieler. Natürlich sind das Erfahrungen, die oft durch die nostalgische Linse der Kindheit verstärkt werden, aber nur wenige Geschichten wurden mythologisiert wie Oz. Nein, selbst Mittelerde nicht.

Dorothy Gale

Ob man nun durch das originale Kinderbuch von L. Frank Baum aus dem Jahr 1900 oder durch die Verfilmung mit Judy Garland aus dem Jahr 1939 zur Geschichte kam, Der Zauberer von Oz ist Teil eines gemeinsamen emotionalen Eigentums geworden, das sich tief in der kollektiven persönlichen und kulturellen Psyche verankert hat. Jüngst haben Filmwissenschaftler aus einer groß angelegten Studie die Erkenntnis gewonnen, dass besagter Film der einflussreichste aller Zeiten ist. Das mag das deutsche Publikum etwas staunen lassen, denn hierzulande kennt man Dorothy Gale zwar auch, hält das Phänomen aber wohl für ein rein amerikanisches. Und das stimmt eben nicht. Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben unvergessliche Verbindungen zu dieser Erzählung voller Wunder, Gefahren, Freundschaft und Gegenspieler. Natürlich sind das Erfahrungen, die oft durch die nostalgische Linse der Kindheit verstärkt werden, aber nur wenige Geschichten wurden mythologisiert wie Oz. Nein, selbst Mittelerde nicht.

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Halloween – Ursprung und Überlieferung

Halloween
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 111: Sondersendung: Schreiben als Lebenselixier (feat. Daniel Weber) – Ein Halloween-Special
byMEP

Red.: Dieser Podcast wurde von Flo für den Youtube-Kanal „Mountains of Metal“ für Halloween produziert, ein Musikkanal, der sich hauptsächlich mit schwerer Musik auseinandersetzt. Flo ist der Initiator des dortigen „Heavy Metal Bookclub“, wo er unter anderem Literatur mit Bezug zum Metal-Genre vorstellt. Diesmal aber hat er den österreichischen Autor Daniel Weber als Gast – und da eine unsichtbare Connection zwischen dem Phantastikon und den Mountains of Metal besteht, liegt es nahe, dass wir dieses ausführliche Gespräch auch im Phantastikon-Podcast anbieten wollen.Gleichzeitig ist das auch die erste Interview-Sendung im Podcast.


In dieser Folge des Heavy Metal Bookclubs treffen zwei Welten aufeinander: Musik und Literatur. Gemeinsam mit Horror-Autor Daniel Weber spreche ich über die Leidenschaft zum Schreiben und wie sich diese mit der Leidenschaft für Musik vergleichen lässt. Wir tauchen ein in die Ästhetik des Dunklen und Bösen, sprechen über Inspiration, Kreativität und den eigenen Schaffensdrang. Natürlich bleiben auch in diesem Talk diverse Abschweifungen nicht aus – von musikalischer Frühentwicklung bis hin zu spontanen Gedankensprüngen ist alles dabei.

HAPPY HALLOWEEN, MEINE LIEBEN!

Insta Daniel: https://www.instagram.com/danielweber.schriftsteller/

Homepage Daniel: https://www.weberdaniel.at/

Blitz-Verlag: https://www.blitz-verlag.de/

Hallowe’en, auch bekannt als All Hallows‘ Eve, ist ein Feiertag, der sich an jedem 31. Oktober fast vollständig in die amerikanische – und damit in die globale – Kultur eingegraben hat.

Das Halloween Amerikas

Während Halloween heute auf unterschiedliche Weise gefeiert wird, hat die Tradition, dass Kinder von Tür zu Tür gehen und ihre Nachbarn um Süßigkeiten bitten, ihren Ursprung im frühen 20. Jahrhundert. Und das alles ist einer Frau zu verdanken, die ihren Garten liebte.

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Die Legende vom kopflosen Reiter

Der kopflose Reiter
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 107: Die Legende vom kopflosen Reiter
byMEP

Auch wenn er selten aufgezählt wird, ist eine der bekanntesten Kreaturen der westlichen Volksmärchen der kopflose Reiter. Innerhalb der keltischen Folklore lässt sich die Erscheinung bis ins Mittelalter zurückverfolgen, aber die bekannteste Interpretation des legendären Gespensts stammt aus der Nähe von Terrytown, New York und ist in einem ruhigen Dorf namens Sleepy Hollow entstanden. Niedergeschrieben wurde die Legende von Washington Irving, und gehört hat jeder in der ein oder anderen Form schon einmal davon.

Auch wenn er selten aufgezählt wird, ist eine der bekanntesten Kreaturen der westlichen Volksmärchen der kopflose Reiter. Innerhalb der keltischen Folklore lässt sich die Erscheinung bis ins Mittelalter zurückverfolgen, aber die bekannteste Interpretation des legendären Gespensts stammt aus der Nähe von Terrytown, New York und ist in einem ruhigen Dorf namens Sleepy Hollow entstanden. Niedergeschrieben wurde die Legende von Washington Irving, und gehört hat jeder in der ein oder anderen Form schon einmal davon.

Die Legende besagt, dass das Gespenst einst ein hessischer Soldat gewesen ist, der in einer namenlosen Schlacht während des Revolutionskrieges durch eine Kanonenkugel getötet wurde. Der kopflose Reiter erhebt sich an jedem Halloween, um zu versuchen, seinen Schädel zu finden, indem er andere Köpfe abhackt, bis er den seinen endlich gefunden hat. Doch der kopflose Reiter ist natürlich nicht nur an Irvings Geschichte gebunden.

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Elfen

Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 106: Elfen
byMEP

Wenn die meisten Leute an klassische Fantasy denken, denken sie vielleicht an Tolkien, und bei weiterem Nachdenken wahrscheinlich an Elfen. Und das aus gutem Grund: Elfen gibt es in der Fantasy schon sehr lange. Aber wie viele Tropen und Wesen, die unsere Buchseiten bevölkern, stammen sie aus der germanischen Folklore. Die Elfen ließen sich davon allerdings nicht aufhalten und wanderten quer durch ganz Europa, nach Skandinavien und Großbritannien. Es ist jedoch Island, das die größte Population der Elfen beherbergt, besser bekannt als das vergessene Volk, das in Felsformationen lebt.

Wenn die meisten Leute an klassische Fantasy denken, denken sie vielleicht an Tolkien, und bei weiterem Nachdenken wahrscheinlich an Elfen. Und das aus gutem Grund: Elfen gibt es in der Fantasy schon sehr lange. Aber wie viele Tropen und Wesen, die unsere Buchseiten bevölkern, stammen sie aus der germanischen Folklore. Die Elfen ließen sich davon allerdings nicht aufhalten und wanderten quer durch ganz Europa, nach Skandinavien und Großbritannien. Es ist jedoch Island, das die größte Population der Elfen beherbergt, besser bekannt als das vergessene Volk, das in Felsformationen lebt.

Jacob Grimm definiert in den 1830er Jahren Elfen als übernatürliche Wesen dritter Klasse in seinem Standartwerk „Deutsche Mythologie“. Es dauerte nicht lange, und sie erlebten in den USA der 1890er Jahre einen Aufschwung als fleißige Helfer des Weihnachtsmanns, die in Skandinavien lebten und ihre Magie zur Herstellung von Geschenken einsetzten. Die Elfen widmeten sich eifrig der Aufgabe und entwickelten schnell den Ruf, die beste Handarbeiter der Welt zu sein.

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Die Fußspuren des Teufels

Die Fußspuren des Teufels
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 105: Die Fußspuren des Teufels
byMEP

In der Nacht des 8. Februar 1855 wurden die Landschaft und die kleinen Dörfer in Süd-Devon von heftigen Schneefällen heimgesucht. Man nimmt an, dass der letzte Schnee gegen Mitternacht gefallen ist. Zwischen diesem Zeitpunkt und etwa 6.00 Uhr am nächsten Morgen hinterließ etwas (oder mehrere) eine Vielzahl von Spuren im Schnee, die sich über hundert Meilen oder mehr vom Fluss Exe bis nach Totnes am Fluss Dart erstreckten.

In der Nacht des 8. Februar 1855 wurden die Landschaft und die kleinen Dörfer in Süd-Devon von heftigen Schneefällen heimgesucht. Man nimmt an, dass der letzte Schnee gegen Mitternacht gefallen ist. Zwischen diesem Zeitpunkt und etwa 6.00 Uhr am nächsten Morgen hinterließ etwas (oder mehrere) eine Vielzahl von Spuren im Schnee, die sich über hundert Meilen oder mehr vom Fluss Exe bis nach Totnes am Fluss Dart erstreckten.

Zeichnung der Abdrücke

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Der Fluch von Pendle Hill / Oscar de Muriel

Der Fluch von Pendle Hill
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 104: Der Fluch von Pendle Hill / Oscar de Muriel
byMEP

Oscar de Muriel führt sein Ermittlerduo Frey & McGray im zweiten Fall noch tiefer in die Grauzonen zwischen Rationalität und Aberglauben. „Der Fluch von Pendle Hill“ ist zugleich viktorianischer Polizeithriller, Folk-Horror und Milieustudie über Medizin, Macht und Mythen – temporeich erzählt, atmosphärisch dicht und mit spürbarer Lust am Schauerroman, aus dem sich der Kriminalroman ja dann auch herausschälte.

Oscar de Muriel führt sein Ermittlerduo Frey & McGray im zweiten Fall noch tiefer in die Grauzonen zwischen Rationalität und Aberglauben. „Der Fluch von Pendle Hill“ ist zugleich viktorianischer Polizeithriller, Folk-Horror und Milieustudie über Medizin, Macht und Mythen – temporeich erzählt, atmosphärisch dicht und mit spürbarer Lust am Schauerroman, aus dem sich der Kriminalroman ja dann auch herausschälte.

Neujahr 1889: In der Irrenanstalt von Edinburgh gelingt einem Patienten die Flucht, eine Krankenschwester stirbt – und die sture, scharfzüngige Lokallegende „Nine-Nails“ McGray sowie der nüchterne Londoner Exilant Ian Frey nehmen die Verfolgung auf. Der Fall ist von Anfang an von Gerüchten über Okkultes umflort; die Spur führt schließlich über verschneite Landstriche hinweg in den Schatten von Pendle Hill, dem sagenumwobenen Schauplatz der Lancashire-Witchcraft-Prozesse.

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The Crow (Liebe, die zu Wut wurde)

The Crow
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 103: The Crow – Liebe, die zu Wut wurde
byMEP

Stell dir vor, du bist verliebt, und es ist diese alles verzehrende Liebe, die dich völlig durchdringt. Stell dir die Freiheit vor, die damit einhergeht, dass es jemanden gibt, der dich vollständig kennt, und die damit verbundene erstaunliche Offenbarung, dass dein Gegenüber dich für all die Dinge liebt, die dich ausmachen.

Nun stell dir vor, dass diese Liebe im Nu gewaltsam von dir genommen wurde. Du hast von einem Augenblick auf den nächsten alles verloren. Was würdest du tun? Würdest du verzweifeln? Drogen und Selbstzerstörung über dich stülpen? Jeden, den du triffst, deinen Hass spüren lassen? Oder würdest du etwas anderes machen? Dich etwa in Kunst ausdrücken?

Stell dir vor, du bist verliebt, und es ist diese alles verzehrende Liebe, die dich völlig durchdringt. Stell dir die Freiheit vor, die damit einhergeht, dass es jemanden gibt, der dich vollständig kennt, und die damit verbundene erstaunliche Offenbarung, dass dein Gegenüber dich für all die Dinge liebt, die dich ausmachen.

Nun stell dir vor, dass diese Liebe im Nu gewaltsam von dir genommen wurde. Du hast von einem Augenblick auf den nächsten alles verloren. Was würdest du tun? Würdest du verzweifeln? Drogen und Selbstzerstörung über dich stülpen? Jeden, den du triffst, deinen Hass spüren lassen? Oder würdest du etwas anderes machen? Dich etwa in Kunst ausdrücken?

Sein Name ist James, und ihr Name war Bethany. 1978 wurde sie von einem Fahrzeug erfasst und getötet. Laut dem Archiv einer James O’Barr / The Crow-Fanseite war „Beth allein auf einem Bürgersteig in Detroit unterwegs, als ein betrunkener Fahrer in einem Lieferwagen sie erfasste und sie durch mehrere Vorgärten schleifte.“ Dieses Ereignis prägte James O’Barr so gewaltig, dass das Ergebnis Comicgeschichte geschrieben hat und bei all jenen auf Widerhall stieß, die ein Exemplar des Comics The Crow von 1989 besitzen oder den gleichnamigen Film von 1994 sahen oder, wenn alles gut läuft, dem Neustart des Films in naher Zukunft entgegenfiebern. Über all die Jahre hat es fünf Filme über The Crow gegeben, und lange schon kursieren Gerüchte über einen weiteren. Das Projekt, das jetzt von Regisseur Corin Hardy (Hallow) geleitet wird, sichtete für die Rolle der zentralen Figur Eric Draven bereits eine Menge möglicher Darsteller.

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Compilation: Originalstories 1

Miskatonic Avenue
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen

Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 102: Compilation: Unheimliche Originalstories 1
byMEP

2018 gab das Phantastikon die „Miskatonic Avenue“ heraus, eine Sammlung unheimlicher Geschichten in deutscher Erstübersetzung, gespickt mit einigen deutschsprachigen Autoren der Phantastik. 2014 sollte aus all den Übersetzungen und Einsendungen ein eigener Podcast werden, was aus verschiedenen Gründen wieder im Sande verlaufen ist. Aber die Geschichten waren bereits eingelesen und sollten dem interessierten Publikum nicht vorenthalten werden.

Um die Geschichten zugänglich zu machen, wurden sie jetzt in einer Compilation von annähernd einer Stunde zusammengefasst.

W.H. Pugmire – Geisterhafte Isolation

Adrian Chamberlin – Laughing Jack

Silke Brandt – Die Melancholie alles Verlorenen

Sylvia Heike – Die Knochen und ihr Mädchen

Noah Keller – Das Museum und die Musiktruhe

Alle Texte (bis auf „Die Melancholie des Verlorenen“) übersetzt von Michael Perkampus.

Alle Stories gelesen von Michael Perkampus (bis auf „Laughing Jack“. In dieser kurzen Geschichte übernimmt Gigi den weiblichen Part).

2018 gab das Phantastikon die „Miskatonic Avenue“ heraus, eine Sammlung unheimlicher Geschichten in deutscher Erstübersetzung, gespickt mit einigen deutschsprachigen Autoren der Phantastik. 2014 sollte aus all den Übersetzungen und Einsendungen ein eigener Podcast werden, was aus verschiedenen Gründen wieder im Sande verlaufen ist. Aber die Geschichten waren bereits eingelesen und sollten dem interessierten Publikum nicht vorenthalten werden.

Um die Geschichten zugänglich zu machen, wurden sie jetzt in einer Compilation von annähernd einer Stunde zusammengefasst.

W.H. Pugmire – Geisterhafte Isolation

Adrian ChamberlinLaughing Jack

Silke Brandt – Die Melancholie alles Verlorenen

Sylvia Heike – Die Knochen und ihr Mädchen

Noah Keller – Das Museum und die Musiktruhe

Alle Texte (bis auf „Die Melancholie alles Verlorenen“) übersetzt von Michael Perkampus.

Alle Stories gelesen von Michael Perkampus (bis auf „Laughing Jack“. In dieser kurzen Geschichte übernimmt Gigi den weiblichen Part).

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Baba Yaga – Die alte wilde Mutter

Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen

Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 101: Baba Yaga – Die alte wilde Mutter
byMEP

Oft werden Hexen als böse, hässlich und gefährlich dargestellt, die mit dunkler Magie und teuflischen Mächten paktieren. Doch nicht alle Hexen sind gleich. In der slawischen Folklore gibt es eine besondere Hexe, die viel mehr ist als nur eine alte Frau mit einem spitzen Hut und einem Besen: Baba Yaga.

Baba Yaga und die slawischen Folklore

Oft werden Hexen als böse, hässlich und gefährlich dargestellt, die mit dunkler Magie und teuflischen Mächten paktieren. Doch nicht alle Hexen sind gleich. In der slawischen Folklore gibt es eine besondere Hexe, die viel mehr ist als nur eine alte Frau mit einem spitzen Hut und einem Besen: Baba Yaga.

 Ivan Bilibin: „Vasilisa the Beautiful and the Baba Yaga“ (Detail)

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Edgar Allan Poe ein Mörder?

Journal
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 100: Edgar Allan Poe ein Mörder?
byMEP

Edgar Allan Poe gilt als literarisches Genie und als einer der Väter der amerikanischen Literatur. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass er der Erfinder der Detektivgeschichte war. Zweifellos war Poe ein brillanter Geist, ein Schriftsteller, der wie kein anderer in der Lage war, verblüffende und raffinierte Plots zu entwerfen. Auf der Grundlage seines eigenen katastrophalen Lebens zeigte er die dunkelsten und kompliziertesten Aspekte der menschlichen Seele, die bei den Lesern, die mutig genug waren, sich auf seine Geschichten einzulassen, Gefühle der Angst, der Beklemmung und des Unbehagens hervorriefen.

Musik: Leaving Home – Kevin MacLeod

Nah dran am wahren Mord

Edgar Allan Poe gilt als literarisches Genie und als einer der Väter der amerikanischen Literatur. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass er der Erfinder der Detektivgeschichte war. Zweifellos war Poe ein brillanter Geist, ein Schriftsteller, der wie kein anderer in der Lage war, verblüffende und raffinierte Plots zu entwerfen. Auf der Grundlage seines eigenen katastrophalen Lebens zeigte er die dunkelsten und kompliziertesten Aspekte der menschlichen Seele, die bei den Lesern, die mutig genug waren, sich auf seine Geschichten einzulassen, Gefühle der Angst, der Beklemmung und des Unbehagens hervorriefen.

Viele Leser wissen wahrscheinlich nicht, dass einige von Poes Geschichten auf wahren Begebenheiten beruhen. Da ist zum Beispiel „Das verräterische Herz“. Diese Geschichte ist inspiriert von dem Mord, der am 6. April 1830 an dem 82-jährigen Kapitän Joseph White, einem reichen pensionierten Schiffskapitän und Kaufmann in Salem, Massachusetts, verübt wurde.

Eine Illustration von 1853 für „The Mystery of Marie Rogêt“ von einem unbekannten Zeichner.

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Das geheimnisvolle Mondgesicht

Alfred E. Neumann
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 98: Das geheimnisvolle Mondgesicht des Alfred E. Neumann
byMEP

Alfred E. Neumann ist eine der geheimnisvollsten Figuren der gesamten Popkultur. Über seine genau Herkunft ist wenig bekannt, allerdings tauchte er im Laufe der Geschichte schon lange an den ungewöhnlichsten Orten auf, bevor er zum Maskottchen der Satirezeitschrift MAD wurde.

Musik: Night in Venice – Kevin MacLeod

Alfred E. Neumann ist eine der geheimnisvollsten Figuren der gesamten Popkultur. Über seine genau Herkunft ist wenig bekannt, allerdings tauchte er im Laufe der Geschichte schon lange an den ungewöhnlichsten Orten auf, bevor er zum Maskottchen der Satirezeitschrift MAD wurde.

Die berühmte Postkarte, die Norman Mingo als Vorlage zu seiner Version von Alfred E. Neumanns hernahm.

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Der Ruf der Leere

Journal
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen

Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 97: Der Ruf der Leere
byMEP

Der „Ruf der Leere“ ist ein komplexes und paradoxes Phänomen, bei dem der menschliche Geist für einen flüchtigen Moment gegen sich selbst zu arbeiten scheint, bevor das rationale Denken die Kontrolle übernimmt. Obwohl es auf den ersten Blick beunruhigend erscheinen mag, ist diese Erfahrung viel verbreiteter, als viele glauben. Zahlreiche Wissenschaftler und Philosophen haben sich mit der Frage beschäftigt, warum dieses Phänomen auftritt – doch eine eindeutige Erklärung gibt es bis heute nicht.

Der „Ruf der Leere“ ist ein komplexes und paradoxes Phänomen, bei dem der menschliche Geist für einen flüchtigen Moment gegen sich selbst zu arbeiten scheint, bevor das rationale Denken die Kontrolle übernimmt. Obwohl es auf den ersten Blick beunruhigend erscheinen mag, ist diese Erfahrung viel verbreiteter, als viele glauben. Zahlreiche Wissenschaftler und Philosophen haben sich mit der Frage beschäftigt, warum dieses Phänomen auftritt – doch eine eindeutige Erklärung gibt es bis heute nicht.

Vielleicht hast du es selbst schon erlebt: Du stehst an einem hochgelegenen Ort – einer Klippe, einer Brücke – und plötzlich schießt dir der Gedanke durch den Kopf: „Was wäre, wenn ich springen würde?“ Ohne eine wirkliche Absicht zu haben, spürst du diesen irrationalen Impuls. Dieses Phänomen nennt man den „Ruf der Leere“ oder auf Französisch „l’appel du vide“. Es ist aber nicht auf die Höhe beschränkt: Ähnlich aufdringliche Gedanken können sich in alltäglichen Situationen äußern, sei es der Drang, in den Gegenverkehr zu lenken, oder das plötzliche Bedürfnis, in einer stillen Bibliothek laut zu schreien. Solche Gedanken sind spontan, unwillkürlich und stehen meist in krassem Gegensatz zu unseren bewussten Absichten.

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Stadt der Mörder / Britta Habekost

Die Stadt der Mörder
Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Episode 96: Die Stadt der Mörder / Britta Habekost
byMEP

Will man das Paris der 20er Jahre einfangen, steht man vor dem Problem, eines der schillerndsten Jahrzehnte der Geschichte vor sich zu haben. Der Geist der 20er war geprägt von einem allgemeinen Gefühl der Diskontinuität, das mit der Moderne und dem Bruch mit Traditionen einherging. Paris war das Zentrum der Moderne in Kunst und Literatur. Gertrude Stein drückte es einmal so aus: „Paris war der Ort, an dem sich das zwanzigste Jahrhundert aufhielt“.

Will man das Paris der 20er Jahre einfangen, steht man vor dem Problem, eines der schillerndsten Jahrzehnte der Geschichte vor sich zu haben. Der Geist der 20er war geprägt von einem allgemeinen Gefühl der Diskontinuität, das mit der Moderne und dem Bruch mit Traditionen einherging. Paris war das Zentrum der Moderne in Kunst und Literatur. Gertrude Stein drückte es einmal so aus: „Paris war der Ort, an dem sich das zwanzigste Jahrhundert aufhielt“.

Noch in meinen jungen Jahren war Paris ein nahezu mystischer Ort, den ich so oft besuchte, wie es mir möglich war. So ging es vielen Dichtern zu vielen Zeiten. Schuld war unter anderem der Surrealismus, und es gab eine Zeit, in der ich versucht war, jedes Buch über Paris zu erwerben, in dem der Surrealismus überhaupt nur erwähnt wurde. Britta Habekost hat nun mit „Stadt der Mörder“ einen Kriminalroman geschrieben, der nicht nur in Paris spielt, sondern auch die Gruppe der Surrealisten mit einbezieht. Zwar hat die Autorin unter anderem auch Heimatkrimis verfasst, aber das kann nicht darüber hinweg täuschen, dass sie auch eine historische Ader hat. Als Britta Hasler hat sie bereits zwei Thriller im Wien der Jahrhundertwende angesiedelt, und das hat mich meine anfängliche Skepsis erst mal verlieren lassen.

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Der Geist des Schicksals in Charles Dickens „Der Bahnwärter“

Die Geistergeschichten von Charles Dickens, der für seinen charismatischen Witz, seine Ironie und seine Satire berühmt ist, waren oft typisch für die viktorianische Ästhetik des Übernatürlichen – schaurig, aber charmant -, doch seine berühmteste kurze Geistergeschichte widersetzte sich den Konventionen, schockierte die Leser und verstört sie bis heute. Der Grund dafür mag in der persönlichen … Weiterlesen

Die Femme Fatale – Hauptfigur des Noir

Femme Fatale
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Episode 94: Die Femme Fatale
byMEP

Nebel und Mondlicht, schattige Gassen und Silhouetten – die Welt des Noir ist eine Welt der Intrigen, Geheimnisse und der Spannung. Und die rätselhafte, oft missverstandene Figur der Femme fatale bahnt sich ihren Weg durch diese schattenhaften Geschichten. Diese in Sinnlichkeit und Geheimnis gehüllte Figur ist aus dem Noir-Genre ebenso wenig wegzudenken wie der abgebrühte Detektiv und die kriminellen Straßen der Stadt. Aber was genau ist eine Femme fatale, und warum bleibt ihre Anziehungskraft trotz des Wandels der Zeiten und des Geschmacks ungebrochen?

Nebel und Mondlicht, schattige Gassen und Silhouetten – die Welt des Noir ist eine Welt der Intrigen, Geheimnisse und der Spannung. Und die rätselhafte, oft missverstandene Figur der Femme fatale bahnt sich ihren Weg durch diese schattenhaften Geschichten. Diese in Sinnlichkeit und Geheimnis gehüllte Figur ist aus dem Noir-Genre ebenso wenig wegzudenken wie der abgebrühte Detektiv und die kriminellen Straßen der Stadt. Aber was genau ist eine Femme fatale, und warum bleibt ihre Anziehungskraft trotz des Wandels der Zeiten und des Geschmacks ungebrochen?

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Der tödliche Eichenstuhl

Phantastikon – Magazin der Tausend Fiktionen
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Der Phantastikon-Podcast ist ein literarisch-philosophisches Format über das Fantastische in all seinen Formen – von klassischer Phantastik und Horror über Mythos und Symbolismus bis hin zu modernen Grenzbereichen zwischen Realität und Imagination. Er verbindet intellektuelle Tiefe mit erzählerischer Atmosphäre und richtet sich an Hörer, die das Denken und Träumen gleichermaßen ernst nehmen.

Episode 93: Der tödliche Eichenstuhl
byMEP

Ist der berüchtigte Lehnstuhl des Thomas Busby und seine düstere Verbindung mit dem berüchtigten Mord an Daniel Awtey ein tödlicher Fluch aus der Vergangenheit oder nur eine clevere List, um Touristen anzulocken?

Busby’s Stoop Chair, auch bekannt als Dead Man’s Chair, hat eine lange und grausame Geschichte. Sie reicht bis ins Jahr 1702 zurück, als der Mörder Thomas Busby den Eichenstuhl verfluchte, kurz bevor er in North Yorkshire, im Vereinigten Königreich, gehängt wurde. Seit seinem Tod wird der Stuhl mit zahlreichen weiteren Todesfällen in Verbindung gebracht, denn jeder, der sich auf Busbys Stuhl setzt, stirbt am Ende.

Ist der berüchtigte Lehnstuhl des Thomas Busby und seine düstere Verbindung mit dem berüchtigten Mord an Daniel Awtey ein tödlicher Fluch aus der Vergangenheit oder nur eine clevere List, um Touristen anzulocken?

Busby’s Stoop Chair, auch bekannt als Dead Man’s Chair, hat eine lange und grausame Geschichte. Sie reicht bis ins Jahr 1702 zurück, als der Mörder Thomas Busby den Eichenstuhl verfluchte, kurz bevor er in North Yorkshire, im Vereinigten Königreich, gehängt wurde. Seit seinem Tod wird der Stuhl mit zahlreichen weiteren Todesfällen in Verbindung gebracht, denn jeder, der sich auf Busbys Stuhl setzt, stirbt am Ende.

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Die Assistentin / Alexandra Andrews

Als „Who is Maud Dixon?“ im März 2021 veröffentlicht wurde, wurde es für viele relevante Feuilletons, darunter die New York Times und Entertainment Weekly, als eines der besten Bücher des Jahres gehandelt. Jetzt ist der erste Roman von Alexandra Andrews mit dem Titel „Die Assistentin“ auch bei uns erschienen und bei Goldmann erhältlich, von dem ich auch das Rezensionsexemplar habe.

Es gibt Kritiker, die sich darin einig sind, dass Alexandra Andrews das Zeug dazu hat, in die erste Riege der Krimi-Autoren vorzustoßen, und auch wenn „Die Assistentin“ wenig Charakterentwicklung und wenig Plausibilität zu bieten hat, ist der Roman doch reich an der wichtigsten Zutat in dieser Art von Spannungsromanen: Einfallsreichtum. Die Handlung macht peitschenartige Wendungen, Loopings und plötzliche Umkehrungen. Die Twists beginnen in Marokko, schwenken nach New York und enden in der kühlen amoralischen Leere, die Fans der Ripley-Romane von Patricia Highsmith kennen. Wie könnte man das nicht genießen?

Nun, es sind Abstriche zu machen, denn die Klasse der genannten Patricia Highsmith, wie der Blurb von Harlan Coben auf dem Umschlag andeutet, erreicht der Roman nicht, aber Andrews kann schreiben, und das lässt für ihre Zukunft hoffen.

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Die Legende vom Grand Guignol

Journal

Es gibt eine Legende über das schaurige Pariser Théâtre du Grand Guignol, die von der nicht zimperlichen, makabren Natur seiner Horrorstücke und blutigen Spezialeffekte zeugt. Einem Artikel der New York Times aus dem Jahr 1957 zufolge war es durchaus üblich, dass Zuschauer während der Aufführungen vor Schreck in Ohnmacht fielen (in der Vorkriegszeit waren es durchschnittlich zwei pro Abend). Als bei einer Aufführung ein Mann, der sich ein Gruselstück ansah, in Ohnmacht fiel, wurde der Hausarzt geholt. Es konnte jedoch kein Arzt gefunden werden. Als der bewusstlose Mann wieder zu sich kam, entschuldigten sich die Theatermitarbeiter dafür, dass sie ihren Hausarzt nicht auftreiben konnten. Der Mann erklärte müde: „Ich bin der Arzt“.

Grand Guignol, 1937

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