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Folge 53: Neue Bücher im Januar 2022


Herzlich willkommen, draußen an den Radiogeräten. Es wird Zeit, auf unsere Auswahl neuer Bücher im Januar 2022 zu schauen. Es bleibt nicht aus, dass ich diesen Artikel mit “unbezahlte Werbung” kennzeichnen muss, was hiermit geschehen ist.

Bisher haben wir unsere Auswahl nur als Artikel auf phantastikon.de veröffentlicht, im neuen Jahr wollen wir unsere monatliche Auslese auch im Podcast präsentieren. Alle hier vorgestellten Neuerscheinungen sind rein subjektiv. Ihr bekommt hier also keine grundlegende Übersicht über all das, was sich da draußen interessantes tut. Nichts davon wird von Verlagen platziert, sondern allein von mir ausgewählt, im Hinblick nämlich auf das, was dann vielleicht eine eigene Besprechung bekommt.

Beginnen möchte ich mit dem Debüt von John McMahon, das im Original im Jahre 2019 erschien und einige Wellen schlagen konnte. Wenn man so möchte, gehört der Thriller zur Southern Gothic, ein Genre, das bei uns in Deutschland noch nicht wirklich angekommen ist oder nicht als solches Beworben wird. Als Referenzmarke kann man durchaus die erste Staffel der HBO-Serie True Detective heranziehen; nur, dass ungefähr klar wird, was unter Southern Gothic in etwa zu verstehen ist. Im Phantastikon werden wir sicherlich auch noch eine Einführung in dieses Thriller-Genre produzieren.

Der erste Band der P. T. Marsh-Reihe erscheint am 3. Januar bei Piper unter dem Namen “Cold Detective”, während das Original “The Good Detective” heißt. Mir wird es für immer ein Rätsel bleiben, warum man einen englischen Titel mit einem anderen englischen Titel übersetzt. Vielleicht ist das Wortspiel “True Detective – Cold Detective” ja tatsächlich gewollt.

Cold Detective (Detective P. T. Marsh 1)

Cold detectiveGeorgia, USA: Unter einem erbarmungslos weiten Himmel leben die Einwohner der Kleinstadt Mason Falls. Doch Detective P. T. Marsh weiß, dass die Abgründe oft näher sind, als man glaubt. Und dann zieht Düsternis in Mason Falls ein. In einem Maisfeld wird ein toter Teenager gefunden: sein Körper ist geschunden, um seinen Hals liegt eine Schlinge. Die Medien stürzen sich auf den bizarren Mord, und Detective Marsh muss unter höchstem Druck ermitteln. Nach und nach offenbaren sich die Schattenseiten der Gemeinde und führen zu einem sinistren Kult, der Marsh ins Zentrum des Bösen zieht … (Verlagstext)

Erscheint am 3. Januar bei Piper

Das nächste Buch hat im Grunde ein altbekanntes Problem. Scott Thorntons McNeice-Reihe wir hierzulande mehr oder weniger willkürlich übersetzt. Band 1 wurde bisher gar nicht, Band 2 bei Suhrkamp unter dem Titel “Der gute Cop”, Band 3 wiederum gar nicht, und Band 4 jetzt unter dem Titel “Der gute Killer”, obwohl das Buch im Original “Vantage Point” heißt, also “Blickwinkel”. Das ist zugegeben für eine Übersetzung nicht optimal und so hat man in guter deutscher Manier irgendetwas erfunden, das dem Titel gleicht, den man bereits im Angebot hat.

Der gute Killer

Der gute KillerZwei Leichen werden in einem Herrenhaus in Dundurn, Ontario, gefunden: Howard Terry und sein Sohn Matthew wurden beide mit zwei Schüssen in die Brust getötet. Unter Matthews Körper liegt eine Puppe, aus deren Kopf blutrote Watte herausquillt. In der Nähe liegt eine Schaufensterpuppe in einem Nachthemd, ebenfalls mit zwei Einschusslöchern in der Brust. Auf der anderen Seite der Stadt wird eine weitere Leiche entdeckt: An einen riesigen Felsen gelehnt liegt ein Mann im Baumwollnachthemd, der einen Eselskopf aus Pappmaché trägt. Wieder zwei Kugeln in der Brust. Irgendetwas an der Art, wie die Leichen arrangiert wurden, löst in Detective Superintendent MacNeice eine Erinnerung an ein Bild aus, das er Jahre zuvor gesehen hat …

Erscheint am 17. Januar bei Suhrkamp.

Als nächstes haben wir ein weiteres Debüt, den ersten Band der Berling- und Pedersen-Reihe, der am 24. Januar bei Random House erscheint. Fuchsmädchen von Maria Grund. Der Roman dürfte vor allem für all jene interessant sein, die dem ScandiNoir – oder dem nordischen Kriminalroman – zusprechen. Fuchsmädchen wurde bereits mit dem Swedish Academy of Crime Fiction Award als bestes Debüt ausgezeichnet. Auffällig ist dabei das einzigartige Horror-Ambiente und eine wirklich starke Frauenfigur.

Fuchsmädchen (Die Berling-und-Pedersen-Reihe 1)

Fuchsmädchen7 Masken. 7 Todsünden. Ein Mörder ohne Gewissen.

Eisige Kälte herrscht an jenem Sonntag auf der Insel vor der Küste Schwedens, als man die Leiche eines jungen Mädchens in einem verlassenen Kalksteinbruch entdeckt. Das Verstörende an dem Fall: Die Tote hat eine unheimliche Fuchsmaske bei sich. Ermittlerin Eir bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Kollegin Sanna einzulassen. Denn nur Tage später ist eine weitere Frau tot – und auch in ihrer Wohnung finden sich Hinweise auf eine Maske. Ein eiskalter Serienmörder hinterlässt eine blutige Spur auf der Insel und muss gestoppt werden. Doch mit Schrecken erkennt Eir, dass nicht nur das nächste Opfer vor dem Killer retten muss – auch Sanna birgt ein dunkles Geheimnis und droht, vom Strudel ihrer Vergangenheit in den Abgrund gerissen zu werden … (Verlagstext)

Erscheint bei Random House am 24. Januar 2022,

2107 sorgte Niklas Natt och Dag mit seinem ersten Teil der Winge und Cardell-Reihe unter dem Titel 1793 für einiges Aufsehen. Am 27. Januar erscheint bei Piper jetzt der dritte Teil 1795.

1795 (Winge und Cardell 3)

17951795: In Stockholm öffnen sich die Tore zur Hölle

Nach einer Feuerbrunst liegt der beißende Geruch von Verzweiflung in der Luft. Wie ein hungriges Tier schleicht das Böse in Gestalt des zwielichtigen Tycho Ceton durch Stockholms verwinkelte Gassen. Er plant ein widerliches Komplott, das die ganze Stadt in den Abgrund reißen wird. Zwei begnadete Ermittler versuchen ihn seit über einem Jahr zu fassen. Doch Emil Winge wird von den Gespenstern seiner Vergangenheit noch immer gnadenlos verfolgt und der einarmige Veteran Jean Michael Cardell ist mit der Suche nach der vermissten Anna Stina Knapp beschäftigt, während sich das Inferno unaufhaltsam anbahnt … (Verlagstext)

Erscheint am 27. Januar 2022 bei Piper.

 

Das wars für den Januar. Ich hoffe, es war etwas für euch dabei. Wir sehen uns an dieser Stelle in einem Monat wieder. In der Zwischenzeit geht es natürlich mit unserem üblichen Programm weiter.