Kategorie: Buchbesprechung

Reviews, Rezensionen und Buchbesprechungen zu unterschiedlichen Genres.

Folge 34: 100 Jahre Hercule Poirot – Das fehlende Glied in der Kette

Mit zwei Milliarden Büchern, die in über 100 Sprachen übersetzt wurden, ist Agatha Christie die unangefochtene Königin des Kriminalromans, die weltweit meistverkaufte Romanautorin und die wohl erfolgreichste weibliche Bühnenautorin aller Zeiten. Im Oktober 2020 jährte sich die Veröffentlichung ihres ersten Romans “Das fehlende Glied in der Kette” zum 100ten Mal, und damit auch das Erscheinen des legendären Hercule Poirot, dem kleinen Mann mit dem tadellos gepflegten Schnurrbart, der mit Hilfe seiner  “kleinen grauen Zellen” jedes Verbrechen lösen konnte. 

Mit zwei Milliarden Büchern, die in über 100 Sprachen übersetzt wurden, ist Agatha Christie die unangefochtene Königin des Kriminalromans, die weltweit meistverkaufte Romanautorin und die wohl erfolgreichste weibliche Bühnenautorin aller Zeiten. Im Oktober 2020 jährte sich die Veröffentlichung ihres ersten Romans “Das fehlende Glied in der Kette” zum 100ten Mal, und damit auch das Erscheinen des legendären Hercule Poirot, dem kleinen Mann mit dem tadellos gepflegten Schnurrbart, der mit Hilfe seiner  “kleinen grauen Zellen” jedes Verbrechen lösen konnte. 

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China Miéville: Die letzten Tage von Neu-Paris

Es wurde behauptet, dass Miévilles “Perdido Street Station” die Regeln der Fantasy verändert haben soll, obwohl bis heute nicht erkenntlich wird, was damit – außer Augenwischerei – gemeint sein könnte. Dieser Anspruch wird natürlich von einigen Fans gestützt, andere Leser aber eher bedauerlich langweilen. Es kommt darauf an, welchen Standpunkt man gegenüber dieser Art der Fantasy einnimmt. Miéville beschreibt sich selbst als “Geek” und sagt, dass Geeks in der Lage seien, ihre Kräfte für das Gute oder das Böse einzusetzen. Nun, das können auch Nicht-Geeks.

Bei “Die letzten Tage von Neu-Paris” handelt es sich um Fantasy, auch wenn viele andere Begriffe kursieren mögen, die solche Texte beschreiben; allerdings um Fantasy, die ihre Reinheit mit Fakten verfälscht. Neu-Paris gibt es außer in der Fantasie des Autors natürlich nicht.  Und der hat sich hier vom Surrealismus inspirieren lassen, beziehungsweise von einer surrealistischen Revolution, die außer in der Kunstwelt nie richtig in Gang kam. Die surrealistischen Maler waren interessant, originell, ungewöhnlich, einige ihrer Werke verstörend, einige davon albern – die meisten davon angenehm dekorativ und amüsant, unabhängig ihrer Absichten. Miévilles Roman ist ähnlich. Er hat den Surrealismus und seine Verbindungen zum Okkulten gewissenhaft erforscht. Miévilles Panorama ist lebendig, seine Prosa klar, manchmal elegant.

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Folge 32: Stuart Turton – Der Tod und das dunkle Meer

Stuart Turton versetzt in seinem neuem Roman “Der Tod und das dunkle Meer” eine teuflische Rachegeschichte mit Anleihen eines Agatha-Christie-Krimis und einer Schauergeschichte, der statt eines unheimlichen Gemäuers ein Schiff als Schauplatz dient. Erschienen bei Klett-Cotta.

Ein unerwarteter Zwischenstopp im Jahr 2003 inspirierte Turton zu diesem fesselnden Krimi. Nachdem er einen Flug nach Singapur verpasst hatte, saß der Autor Australien fest. Um die Zeit totzuschlagen, besuchte er ein Schifffahrtsmuseum in Perth, wo er sich über den Schiffbruch der Batavia im Jahr 1629 informierte. Jahre später beschloss er, die Geschichte des Schiffes auf seine Weise zu schreiben.

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