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Bram Stoker (1847 – 1912)

Bram Stoker wurde am 8. November 1847 als Sohn von Abraham Stoker und Charlotte Mathilda Blake Thornley in Marino Crescent in Clontarf bei Dublin, Irland, geboren.

Bis zu seinem siebten Lebensjahr war Stoker krank und Invalide. Er konnte weder alleine stehen noch ohne Hilfe gehen.

Während seiner Jugend faszinierten den jungen Stoker die Geschichten, die ihm seine Mutter Charlotte erzählte, die die Phantasie des Jungen förderten.
Nach seiner Genesung entwickelte sich Stoker ganz normal und wurde sogar ein exzellenter Athlet am „Trinity College“ in Dublin, wo er von 1864 –bis 1870 Literatur, Geschichte, Mathematik und Physik studierte.

Bram Stoker

Bram Stoker

Nach seinem College-Abschluss verschaffte Abraham Stoker, der Staatsbeamter war, seinem Sohn einen Posten im „Dublin Castle“. Während dieser Zeit verfasste Bram seine erste Arbeit “Duties of Clerks of Petty Sessions in Ireland: Collected Works of Bram Stoker”.
Doch dieses Buch wurde erst veröffentlicht, nachdem er als Schriftsteller eine gewisse Berühmtheit erlangt hatte.

Während der Zeit als Staatsbeamter begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten. Die erste, “The Crystal Cup”, erschien 1872. Es folgten “The Chain of Destiny” (1975) sowie “The Spectre of Doom (1880).

Die Stelle als Beamter bei der Dienstaufsichtsbehörde in der Justizverwaltung in Dublin war jedoch nicht nach Stokers Geschmack.

Henry Irving, britischer Theaterschauspieler (1838 - 1905)

Henry Irving, britischer Theaterschauspieler (1838 – 1905)

So arbeitete er ab 1876 auch als Journalist und Theaterkritiker für die Zeitung “The Dublin Mail”“und als Editor für “The Irish Echo”. Sein Interesse am Theater führte zu einer lebenslangen Freundschaft mit dem Schauspieler Henry Irving.

Zwei Jahre später verließ er seinen Job als Staatsbeamter, heiratete Florence Balcombe, die auch von Oscar Wilde umworben worden war, und zog mit ihr nach London, wo er als Manager von Irvings Lyceum Theatre“ arbeitete.
Durch die Arbeit für Irving wurde er in die Londoner High Society eingeführt, wo er unter anderem auf James McNeil Whistler und Sir Arthur Conan Doyle traf. Als Sekretär von Irving bereiste Stoker zudem die Welt.

1882 veröffentlichte Stoker seine erste Kurzgeschichten-Sammlung “Under the Sunset”, die allerdings nicht sehr erfolgreich war.
Von 1886 bis 1890 studierte er Rechtswissenschaften in London, und gehörte ab dieser Zeit der Anwaltskammer des Inner Temple an.
Bis zu Irvings Tod, im Jahr 1905, arbeitete er eng mit dem Schauspieler zusammen. Die Arbeit ließ Stoker aber genügend Zeit zum Schreiben.

Sein Debüt als Schriftsteller gab Bram Stoker 1890 mit dem Roman “The Snake’s Pass”, der in mehreren Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt und ein Jahr später in Buchform erschien.

1890 traf er dem ungarischen Professor ARMINIUS VAMBERY, der ihm von der Legende des rumänischen Prinzen Vlad III. erzählte. Aus diesem Charakter entwickelte Stoker die Figur des Vampirs Dracula. Er arbeitete sieben Jahre an seinem Buch Dracula, das 1897 veröffentlicht wurde.

Für “Dacula” studierte Stoker die Kultur auf der Balkanhalbinsel und die historische Person des Vlad.
Er recherchierte in diversen Quellen, so u. a. die Sammlung von Balkankarten im British Museum sowie die Werke „”The Land beyond the Forest”“ (Emily Gerard, 1888), „”The Golden Bough”“ (James Frazer, London, 1890), „”The Book of Werewolves”“ (Sabine Baring-Gould), „”Epos über den Blutfürsten Vlad”“ (Michael Beheim, Straßburger Druck, 1500), „”Die histori von dem posen Dracol”“ und “Die Legende der Blutgräfin”“ (Gräfin Elisabeth Bathory, *1560; †1614, 1610 wegen angeblichen Vampirismus festgenommen und in einen Raum ihres Schlosses eingemauert) sowie die “Comentarii” Papst Pius II.

In “Dacula” verzichtete Stoker bewusst auf einen Erzähler, sondern legt dem Leser eine Sammlung scheinbar authentischer Berichte und Tagebuchaufzeichnungen in sortierter Reihenfolge vor.
Die geschickte Verknüpfung dieser Quellen und damit der verschiedenen Handlungsstränge zu einer Geschichte ergab für den Leser den Eindruck einer realitätsnahen Aufzählung sorgsam recherchierter Fakten

Nach Romanen wie “Die sieben Finger des Todes” (The Jewel of the Seven Stars, 1903), “The Gates of Life (1905), “Lady Athylyne (1908), “Das Geheimnis des schwimmenden Sarges” (The Lady of the Shroud, 1909), wurde 1911 mit “Das Schloss der Schlange” (The Lair of the White Worm) Stokers letzter Roman veröffentlicht.

Bram Stoker erlebte den großen Erfolg seines Romans “Dracula” nicht mehr. Er starb in finanziell bescheidenen Verhältnissen am 20. April 1912 in London.

Zwei Jahre nach seinem Tod veröffentlichte Stokers Frau Florence die Kurzgeschichtensammlung “Draculas Gast” (Dracula’s Guest).

Bibliographie

Romane
The Primrose Path (1875)
The Snake’s Pass (1890)
The Watter’s Mou’ (1895)
The Shoulder of Shasta (1895)
Dracula (1897)
Miss Betty (1898)
The Mystery of the Sea (1902)
The Jewel of Seven Stars (Die sieben Finger des Todes, 1903)
The Man/The Gates of Life (1905)
Lady Athlyne (1908)
The Lady of the Shroud (Das Geheimnis des schwimmenden Sarges, 1909)
Lair of the White Worm (Das Schloss der Schlange, 1911)

Kurzgeschichten-Sammlungen
Under the Sunset (1881)
Snowbound: The Record of a Theatrical Touring Party (1908)
Dracula’s Guest (Draculas Gast, 1914)

 

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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