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Ausgetragen

Übersetzt von Michael Perkampus

 

Sie war kurz davor zu platzen. Im neunten Monat schwanger mit Zwillingen? fragte ich mich. Sie watschelte zu mir herüber in High Heels, mit einem Tube Top und Minirock bekleidet. Ihr blondes Haar war fettig und ihr Gesicht gezeichnet von Pockennarben, Akne oder etwas in der Art. Ich konnte es nicht eindeutig sagen. Das Schlimmste aber war der Geruch, eine Mischung aus billigem Schnaps und Zigaretten. “Hey, Süßer, hast du Lust auf Party?”

Ein Teil von mir wollte nein sagen, aber der Drang war zu stark. Ich unterzog sie einer näheren Betrachtung. Ihre Titten waren nicht schlecht, Größe C vielleicht. Einen schönen runden Arsch hatte sie ebenfalls. Ich war schon immer der Arsch-Typ. Ich dachte mir, so lange ich ihr nicht ins Gesicht sehen musste, käme ich zurecht. “Wie viel?”

Sie lächelte. Es war aufschlussreich, denn ich entdeckte dadurch, dass ihr zwei Schneidezähne fehlten. “Wieviel hast du?”

Während ich mir vornahm, ihr jeden Preis zu bezahlen, dachte ich an das Springmesser in meiner Tasche. Ich erwiderte ihr Lächeln. “Fünfzig? Hundert, wenn ich ihn dir in den Arsch stecken darf.”

“Klingt nach ‘ner menge Spaß,” sagte sie. Dann gab sie mir ein Zeichen, ihr zu folgen. Es brauchte nicht lange, bis ich merkte, dass sie mich in eine Gasse führte. Billige Arsch-Huren haben für gewöhnlich kein Hotelzimmer. Wenn ich darüber nachdachte, war eine Gasse wahrscheinlich besser für das, was ich vorhatte, solange uns niemand bemerkte.

Sie führte mich zu den etwas entfernten Nischen der Seitenstraße, vorbei an einem Müllcontainer, der übervoll mit nicht näher zu erkennnenden schwarzen Säcken war. Zu beiden Seiten säumte uns ein hohes Backsteingebäude und nur der schwache Schein einer Straßenlaterne drang zu uns herüber. Perfekt, dachte ich mir. Die Hure sah mich erwartungsvoll an und öffnete die Hand, in die ich ihr das Geld legen sollte. Ich griff bereits nach meinem Messer, aber dann fiel mir ein, dass ich ja erst meinen Spaß haben wollte. Also zog ich meine Brieftasche heraus und bezahlte die Nutte in Zwanzigern.

Sie zählte das Geld nach und ließ es in ihrem Tube Top verschwinden. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um zur Wand und hob ihren Rock. Die Hure trug keinen Schlüpfer und ihrer Fotze sah man an, dass sie schon bessere Tage gesehen hatte. Das Ding war das gleiche Durcheinander an Wunden wie ihr Gesicht. Vielleicht hätte ich an dieser Stelle aufhören sollen, um zu tun, warum ich überhaupt da war, aber der Punkt war überschritten, mein Schwanz wollte seine Erlösung.

Also öffnete ich meinen Reißverschluss und streifte mir ein Kondom über. Es war eines von der vorgeschmierten Sorte, “gerippt für ihren Genuss”. Der Gedanke machte mich leise kichern.

Ich positionierte meinen Schwanz an ihrem Schließmuskel und schob ihn rein. Das ging ohne jeden Widerstand. Falls sie Schmerz dabei empfinden sollte, so ließ sie es sich jedenfalls nicht anmerken. Ich entspannte mich. Als ich auf meinen Schwanz runterblickte, bemerkte ich die Scheiße, die aus ihrem Arsch kam und sich am Kondom festhielt. Senffarben. Offensichtlich ernährte sich die Hure nicht ordentlich. Womöglich nur von Crack und Pillen, dachte ich.

Ich stieß härter und bösartiger. Ich wollte, das sie schrie, heulte oder grunzte. Stattdessen sprach sie in diesem aufgesetzten Ton. “Das ist es, Liebling!”

Ich begann damit, ernsthafter zu stoßen. Ich schob meinen Schwanz so weit in ihren Arsch, wie es ging, bewegte mich schneller und härter, mit meiner ganzen Wucht. Die ganze Zeit über machte sie die Bewegungen einfach mit.

Ich hob meine linke Hand und packte ein Büschel ihrer Haare. Ich zog ihren Kopf so hart wie ich konnte zurück und schlug ihr Gesicht gegen die raue Oberfläche des Gebäudes. Ihre Stirn und ihre Wange schabten an der Oberfläche entlang und hinterließen ein blutiges Rinnsal. Dennoch schrie sie nicht vor Schmerz. Die Schlampe lächelte sogar.

“Gott, bist du gut!” rief sie mir zu.

Wenn sie es hart brauchte, dann wollte ich es ihr so hart geben, wie sie es noch niemals bekommen hatte. Mit der freien Hand griff ich nach vorne und packte nach einer Brustwarze. Ich zog mit aller Kraft an der Titte, versuchte sie abzureißen. Weißes, dickflüssiges Zeug bedeckte meine Finger. Die Schlampe sonderte Unmengen von Milch ab. Die Flüssigkeit war dafür verantwortlich, dass ich meinen Halt verlor und meine Hand zu ihrem Bauch runter rutschte. Ich konnte die Tritte ihres ungeborenen Kindes spüren. Instinktiv schlug ich zurück. Die Hure stöhnte, nicht im Schmerz, sondern aus Verzückung.

“Verflucht, schlag mich!” sagte sie.

Ich fühlte mich verpflichtet, knallte meine Faust in ihren geschwollenen Bauch, als wäre er eine Blase, die ich zum Platzen bringen wollte. Das schien sie zu begeistern. Sie schob sich zurück auf meinen Schwanz und führte so heftige Stöße aus, wie ich es niemals von ihr erwartet hätte. Ich wiederholte meine Tätlichkeit. Die Hure begann zu zittern. Ich konnte es nicht fassen, aber sie hatte einen Orgasmus. Ihr Körper zuckte heftig und ich spürte, wie meine Jeans nass wurden. Zuerst dachte ich, sie würde mich anpissen, aber was da aus ihr heraus lief, hörte nicht mehr auf. Ich wich von ihrem Arsch zurück. Die Flüssigkeit, die zwischen ihren Beinen hervor sprudelte war schwarz und olivgrün. Sie spuckte zwischen ihren geschwollenen Mösenlappen hervor. Das ist keine Pisse, sagte ich mir, aber das da kann auch unmöglich Fruchtwasser sein!
Es roch nach verfaulten Eiern – und zwar ziemlich stark. Ich bin stolz auf meinen starken Magen. Den benötigt man, wenn man Dinge tut, die ich tue, aber das hier machte mich sterbenselend.

Als ich hinsah, vergoss sie das Zeug noch immer auf dem Bürgersteig, aber es wurde weniger und ebbte ab zu einem Rinnsal. Etwas in meinem Kopf sagte mir, nimm das Messer und mach die Schlampe fertig, beende es. Mittlerweile war mein Schwanz sowieso schlaff geworden. Ich griff in meine Tasche. Ich zog das Springmesser und ließ die Klinge herausschnellen. Meine Hand zitterte. Es gelang mir, zu stottern.

“Ich werde dich aufschlitzen.”

Ob die Hure mich hörte, kann ich nicht sagen. Sie ging in die Hocke und presste. Irgendein Klumpen tauchte aus ihrer Möse auf. Mit einem dumpfen Schlag fiel es zu Boden. Vielleicht war es ein Baby. Es war dunkel. Ich konnte es wirklich nicht gut erkennen. Es sah nicht aus wie irgendein Kind, das ich je gesehen hatte. Was immer es auch war, es zappelte. Es war am Leben.

“Da bist du ja!” rief die Nutte in äußerster Freude. Sie hob den Klumpen vom Boden auf. Auf ihrem Gesicht prangte das stolze Lächeln einer frischgebackenen Mutter. Ich ließ das Messer fallen und rannte los.

ENDE

Matthew J. Barbour

Matthew J. Barbour ist ein spekulativer Erzähler und lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Bernalillo, New Mexiko. Wenn er nicht gerade schreibt, betreut er die Jamez Historic Site und ist Mitarbeiter bei verschiedenen regionalen Zeitungen, unter anderem bei Red Rocks Reporter und Sandoval Signpost.

2 Kommentare zu Ausgetragen

  1. Hart. Krass. Gut. Besser. Nützt es noch, für die Reinheit Eurer Seelen zu bitten? Verdammt nah am Abgrund. Aber wenn man noch (weiter) fliegen kann… warum eigentlich nicht?!

  2. Michael Perkampus // 14. Juni 2015 um 9:54 // Antworten

    Ich glaube, solche Stories sind immer eine Gratwanderung. Im Gegensatz zu anderen Autoren, die sich gerne auf diese Art festlegen, finde ich das Spektrum, das Barbour hat, erstaunlich. Von ihm sind noch mindestens zwei Stories vorgesehen, die das unterstreichen.

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