Das Trickster-Phänomen in “Mein Name ist Nobody”

Viele, die den Film heute noch mögen, verbinden Kindheitserinnerungen damit. Ein späterer Einstieg ist logischerweise möglich, wird aber von einer ganz anderen Sehgewohnheit dominiert. Als Hybrid zwischen Komödie und melancholischen Abgesang auf das ganze Westerngenre ist „Nobody“ jedoch einzigartig und hat mehr Tiefgang, als man das oberflächlich betrachtet vielleicht vermutet. Ende der 60er Jahre war … Das Trickster-Phänomen in “Mein Name ist Nobody” weiterlesen

Django unchained

Tarantinos Django ist ein Fressen für uns Geier. Um im kompromisslos geläufigen Edel-Schmuddel-Jargon zu bleiben. Gar Festmahl? Aber bitte, dürfte gelten. Die Gemeinde dankt auf jeden Fall gut gesättigt. Wobei ich als alte italienische Betschwester mit (immer noch!) Wüstensand in den Stiefeln und ergrauten Kojoten im Visier ein bisschen skeptisch war, als da 2012 frohlockt … Django unchained weiterlesen

Keoma – Melodie des Sterbens

Keoma ist das letzte Aufbäumen vor der ewigen Nacht. Nicht kurz, nicht schmerzlos, nicht barmherzig. Mit Keoma stirbt all das endgültig, was den Italo-Western auf so unverkennbare Art hat atmen lassen. Es stirbt, wie es gelebt hat: Grob, brutal und schmutzig. Auf dieser letzten großen Reise wird nicht geträumt. Nicht geweint. Nicht gelacht. Die Mine … Keoma – Melodie des Sterbens weiterlesen

Leichen pflastern seinen Weg

Kein Western lässt so deprimiert im Regen stehen wie Corbuccis Il grande Silenzio. Der stumme Held stirbt brutal, die schöne Frau wird erschossen, die arme Bevölkerung abgemetztelt, und der große Böse reitet mit seinen Kopfgeldjägern davon, um weiter für schmutzige Dollars zu morden. Ein Geschäft. Mehr nicht. Mit eisigem Blick sagt's Loco (Klaus Kinski): "Geld … Leichen pflastern seinen Weg weiterlesen